Fussball

Kein Elfer für Spanien: VAR-Wirbel nach Halbfinal-Krimi

Spaniens EM-Traum ist im Halbfinale gegen Italien geplatzt. Doch hätte die "Furia Roja" einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen? 
Heute Redaktion
07.07.2021, 08:51

Im packenden Semifinale hatte sich die "Squadra Azzurra" erst mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen die Spanier durchgesetzt. Nach 90 und 120 Minuten war es 1:1 gestanden. 

Garcia niedergerungen

Nach dem Spiel rückte allerdings der Video-Referee in den Mittelpunkt. Wurde den Iberern ein Strafstoß vorenthalten? Die Zeitlupen-Bilder waren jedenfalls eindeutig. Bei einem Freistoß in der Verlängerung hatte Italien-Verteidiger Giovanni Di Lorenzo seinen Gegenspieler Eric Garcia niedergerungen. 

Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych hatte weiterspielen lassen. Auch der Video-Referee schaltete sich nicht ein. Zum Staunen des "ORF"-Experten Thomas Steiner. "Wenn die Spanier das Spiel analysieren, werden sie sich sicher wundern. Wo war der VAR?", fragte der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter. 

"Dafür ist der VAR da"

"Garcia wird im griechisch-römischen Stil niedergerungen. Und da ist es unerheblich, wo der Ball ist. Man weiß ja auch nicht, ob es nicht zu einem Abpraller gekommen wäre. Ein klares Elfmeter-Foul", meinte Steiner, der nicht nachvollziehen konnte, warum der Video-Referee in Nyon nicht mit Schiedsrichter Brych Kontakt aufgenommen hatte. 

Dem deutschen Unparteiischen machte Steiner jedenfalls keinen Vorwurf. "Er hat sechs, sieben Pärchen zu beurteilen, man kann sich nicht auf alle konzentrieren. Das ist aber wirklich sehr eindeutig. Da kann es nur Strafstoß geben. Und dafür ist der VAR auch da, dass er hier einschreitet", schloss der ehemalige Bundesliga-Referee. 

Nach dem verwehrten Strafstoß musste Spanien ins Elfmeterschießen, wo sich die Italiener schließlich mit 4:2 durchsetzten. Dani Olmo und Alvaro Morata hatten vom Punkt vergeben. 

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