Nächste Firmenpleite in Oberösterreich: Die CCS Facility Services GmbH mit Sitz in Linz hat ein Sanierungsverfahren beantragt. Das bestätigt der Alpenländische Kreditorenverband am Montag in einer Presseaussendung.
Das Unternehmen wurde 2017 gegründet und ist auf Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung spezialisiert. Der Betrieb beschäftigt derzeit rund 87 Mitarbeiter.
Hohe Personalkosten und vor allem alte Schulden beim Finanzamt brachten die Firma laut Eigenantrag in Bedrängnis. Zwar sind die Umsätze zuletzt gestiegen und auch die Ergebnisse grundsätzlich positiv gewesen, doch die Liquidität wurde immer knapper. Eine Ratenvereinbarung mit dem Finanzamt scheiterte. Gleichzeitig wurden weitere Zahlungen wie Lohnnebenkosten und Umsatzsteuer fällig.
Als dann auch noch die Bank eine Erhöhung des Kontorahmens ablehnte, war die Zahlungsunfähigkeit nicht mehr abzuwenden.
Die Passiva betragen laut Antrag rund 547.960 Euro. Insgesamt sind 40 Gläubiger betroffen. Nun soll ein Sanierungsplan die Rettung bringen: Den Gläubigern werden 20 Prozent Quote angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Plans.
Das Verfahren wurde am 2. März 2026 am Landesgericht Linz eröffnet. Die Forderungen können bis 21. April angemeldet werden. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefan Piringer bestellt.