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Kein Mord – Rätsel um abgetrennten Kopf geht weiter

Ein Mann hat am Dienstag einen abgetrennten Kopf vor dem Bonner Landesgericht abgelegt. Ein Mord konnte nach der Obduktion ausgeschlossen werden.
Heute Redaktion
30.06.2022, 23:01

Der Fall rund um den abgetrennten Kopf in Bonn wird immer skurriler: Wie bereits berichtet, wurde am Dienstag vor dem Eingang des Landgerichts ein abgetrennter, menschlicher Kopf abgelegt. Geschockte Zeugen setzten sofort einen Notruf ab. Die Polizei nahm einen 38-jährigen Verdächtigen fest. Die Hintergründe sowie die Identität des Toten waren vorerst völlig unklar.

Tatverdächtiger trug Kopf 1,1 km

Wie später bekannt wurde, handelt es sich bei dem Opfer um einen 44-jährigen Obdachlosen. Die vermutlich zugehörige Leiche wurde beim Alten Zoll gefunden. Der Tatverdächtige hatte offenbar mit dem Kopf in der Hand rund 1,1 Kilometer bzw. eine knapp halbe Stunde von dort bis zum Landgericht zurückgelegt, "Heute" berichtete.

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Auch der 38-Jährige soll dem Obdachlosenmilieu angehören. Er gab gegenüber der Polizei an, dass er den Kopf vor dem Gericht abgelegt hatte. Weiters konnte er den Ermittlern den Fundort der Leiche in der Nähe des Rheinufers korrekt beschrieben.

Opfer litt an schwerer Krankheit

Nach der Obduktion folgte dann die Überraschung: Das Opfer starb nicht durch Fremdeinwirkung. Der 44-Jährige litt an einer schweren Krankheit, woran er wohl auch starb. Sein Kopf wurde nach seinem Tod abgetrennt.

Der 38-jährige Mann in Haft wird nun verdächtig, ihm im Drogenrausch den Kopf abgehackt zu haben. In den Verhören schweigt er, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Der Haftbefehl gegen ihn sei wegen Störung der Totenruhe erlassen worden. Der Verdächtige ist der Polizei einschlägig wegen Drogen- und Einbruchskriminalität bekannt.

Eine Waffe wurde bislang nicht gefunden. Beide Männer kannten sich und waren seit vielen Jahren ohne festen Wohnsitz. Dort, wo man den Körper des 44-Jährigen entdeckte, befand sich auch der Schlafplatz der beiden.

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