Kein Test! Polizei stoppt Hunderte an Tiroler Grenze

In Tirol darf man nur noch mit einem negativen Test ausreisen.
In Tirol darf man nur noch mit einem negativen Test ausreisen.Johann Groder / EXPA / picturedesk.com (Symbolbild)
Seit Freitag darf man Tirol nur noch mit einem negativen Corona-Test verlassen. Nach dem ersten Tag der Verordnung hat die Polizei nun Bilanz gezogen.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat aufgrund der Ausbreitung von Corona-Mutationen für das Bundesland Tirol (mit Ausnahme von Osttirol, Vomp-Hinterriss und Jungholz) die Corona-Virusvariantenverordnung erlassen. Demnach dürfen Personen nur dann aus dem Bundesland ausreisen, wenn ein nicht mehr als 48 Stunden alter, negativer SARS-CoV-2 Test mitgeführt und bei einer Kontrolle vorgewiesen wird.

Diese Verordnung trat mit 12. Februar um 00.00 Uhr in Kraft und ist vorerst auf die Dauer von zehn Tagen, also bis zum 21. Februar 24.00 Uhr, beschränkt. Die Verordnung gilt auch für Pendler. Für durch Tirol durcheisende Pkw-Insassen werden bei der Einreisekontrolle aus Italien, Deutschland und der Schweiz Durchfahrtsbestätigungen ausgestellt, die bei der Ausreise vorgewiesen werden müssen.

Ausgenommen von dieser Verordnung sind Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr, Rettungsorganisationen, Feuerwehr und Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes, der Güterverkehr, Transitpassagiere oder die Durchreise durch Tirol ohne Zwischenstopp sowie das Überschreiten der Grenze zum Zwecke der Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum.

16.145 Personen kontrolliert

An den 44 Kontrollbereichen (Straßen, Flughafen, Flugfelder und Bahnverkehr) in Tirol bei der Ausreise Richtung Italien, Deutschland und Schweiz sowie zu Vorarlberg und Salzburg kontrollierten durchgehend ca. 430 Einsatzkräfte der Polizei und des Bundesheeres insgesamt 10.508 Fahrzeuge (inkl. Züge) und 16.145 Personen. Dabei wurde 459 Personen die Ausreise aus Tirol wegen fehlender Voraussetzungen (kein negativer SARS-CoV-2 Test) untersagt.

Die Kontrollen verliefen problemlos mit hoher Akzeptanz der überprüften Personen, es kam nur vereinzelt zu Unmutsäußerungen. Die meisten Personen hatten bereits einen negativen SARS-CoV-2 Test bei der Kontrolle dabei.  Zu Staubildungen im Bereich der Kontrollstellen – mit Ausnahme von geringfügigen Wartezeiten auf der A12 beim Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden - ist es nicht gekommen.

Sehr gut bewährt haben sich die vier mobilen Teststationen des Bundesheeres an den Bundesländergrenzen zu Salzburg (Waidring, Hochfilzen, Pass Thurn) und Vorarlberg (Pettneu am Arlberg), wo an Ort und Stelle über 500 SARS-CoV-2 Testungen (alle negativ) durchgeführt wurden und die Personen nach einer kurzen Wartezeit ihre Reise Richtung Salzburg bzw. Vorarlberg fortsetzen konnten.

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