Teamchef klärt auf

Kein zweites F1-Auto: So geht es bei Williams weiter

Alexander Albon crashte im ersten Freien Training von Australien, übernahm dann das Auto seines Teamkollegen Logan Sargeant. Wie es nun weitergeht. 

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Kein zweites F1-Auto: So geht es bei Williams weiter
Williams-Pilot Alexander Albon zerstörte bei dem schweren Crash in Melbourne das Williams-Chassis.
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Schon im ersten Freien Training von Melbourne verlor Albon seinen Williams in der brandgefährlichen Kurve sieben, in der zwei Tage später im Rennen auch Mercedes-Ass George Russell verunfallte, Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso für zu frühes Bremsen dann eine 20-Sekunden-Strafe erhielt. Albons Bolide wurde bei dem Unfall schwer beschädigt, das Getriebe "gespalten", wie Teamchef James Vowles erzählte.

Besonders schlimm erwischte es jedoch das Chassis, das so schwer beschädigt wurde, dass es nicht mehr repariert werden konnte, das Auto deshalb zurückgezogen werden musste. Mit Folgen für Logan Sargeant. Denn der Nachzügler-Rennstall hatte kein Ersatzchassis mit, der Teamchef entschied deshalb, dem US-Amerikaner das zweite Auto wegzunehmen und an Albon zu übergeben. Dem Briten mit thailändischer Rennlizenz wurden größere Chancen eingeräumt, in die Punkteränge zu fahren. Am Ende stand ein elfter Platz.

In Japan wieder zwei Autos

Vowles erklärte nun aber, dass Albon beim nächsten Rennen, dem Großen Preis von Japan am 7. April, wieder in seinem Auto sitzen werde. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, das Chassis wieder hinzukriegen. Die Crew arbeitet daran, zerlegt das Chassis und führt Reparaturarbeiten durch", erzählte Vowles weiter. "Es war schon am Montagmorgen um 2 Uhr zurück in der Fabrik. Wir sind in einer guten Ausgangslage, das Chassis früh genug für Suzuka wiederherzustellen", ergänzte der Teamchef. 

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    Williams wird aller Voraussicht nach also in gut einer Woche wieder mit zwei Autos am Großen Preis von Japan teilnehmen. Der Rennstall hat nach wie vor sein Ersatzchassis nicht fertiggestellt. der demolierte Albon-Bolide musste also repariert werden, sonst hätte das britische Team auch in Suzuka nicht mit zwei Autos an den Start gehen können. 

    2Inakzeptabel"

    Das fehlende Ersatzchassis hat die Probleme des Williams-Rennstalls jedenfalls schonungslos zu Tage gefördert. Der FW46 war erst kurz vor dem Saisonstart fertig geworden, der britische Rennstall musste die Arbeiten an einem dritten Chassis hinten anstellen, konzentrierte sich auf Upgrades. Erst für den Großen Preis von China, das fünfte Saisonrennen, wird ein drittes FW46-Chassis fertig sein. 

    Schon rund um den Grand Prix von Australien gab sich Vowles selbstkritisch. "In der heutigen Formel 1 ist es inakzeptabel, kein Ersatzchassis zu habe", stellte der Williams-Boss klar. 

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      Auf den Punkt gebracht

      • Williams Teamchef James Vowles gab bekannt, dass nach dem Unfall von Alexander Albon im ersten Freien Training von Australien das schwer beschädigte Chassis nicht repariert werden konnte und das Auto zurückgezogen werden musste
      • Als Folge musste Logan Sargeant sein Auto an Albon abgeben, der jedoch beim nächsten Rennen, dem Großen Preis von Japan, voraussichtlich wieder in seinem eigenen Auto fahren wird, da das Team dabei ist, das Chassis zu reparieren
      • Williams hat jedoch immer noch Probleme, da das Ersatzchassis noch nicht fertiggestellt ist, was die Schwächen des Rennstalls schonungslos aufdeckt
      red
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