Aus für Amalgam für Kinder und Schwangere

Kinder und Schwangere bekommen keine Amalgam-Zahnfüllungen mehr
Kinder und Schwangere bekommen keine Amalgam-Zahnfüllungen mehrBild: iStock (Symbolbild)
Seit Sonntag dürfen Zahnfüllungen aus Amalgam für Kinder, Schwangere und stillende Mütter nicht mehr verwendet werden.

Ab 1. Juli ist es nicht mehr erlaubt Amalgam-Plomben für Unter-15-Jährige, Schwangere und stillende Mütter verwenden zu dürfen, außer die sei medizinisch unbedingt erforderlich.

Das sieht die EU-Verordnung 2017/852 vor, in der auch strengere Regeln für die Industrie enthalten sind. Bei Kinder unter 15 oder Schwangeren werden Zahn-Löcher nun mit "Zement" gefüllt - die Kosten dafür tragen die Kassen.

Amalgam ist für Füllungen zwar günstig, robust und hat eine lange Lebensdauer, es enthält aber auch Quecksilber, das schädlich für die Gesundheit ist.

"Sehr toxischer Stoff"

Zwar sei das Quecksilber gebunden und trete daher nicht im Mund aus, dennoch ist es laut "EU-Amtsblatt" ein "sehr toxischer Stoff".

Die Umsetzung der EU-Verordnung kosten die Sozialversicherungen rund zehn Millionen Euro, so der Hauptverband.

Mundhygiene gratis

Bereits ab 1. Juli ist eine professionelle Zahnreinigung pro Jahr für Minderjährige kostenlos. Man wolle damit den Anteil der von Karies betroffenen Heranwachsenden von rund 50 Prozent auf etwa ein Zehntel reduzieren.

"Mit der österreichweiten Übernahme der Mundhygiene bei Kindern und Jugendlichen auf Kosten der Krankenkasse wird ein großer Schritt für die Zahngesundheit umgesetzt", erklärte SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner. (wil)

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikEuropa

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