Manuel Neuer reist als Deutschlands Nummer eins zur Weltmeisterschaft. Nicht jeder kann diese Entscheidung nachvollziehen. Ex-DFB-Teamtorhüter Uli Stein übt jedenfalls deutliche Kritik am Bayern-Keeper.
"Im Tor sehe ich diese Strahlkraft und Extraklasse schon länger nicht mehr", erklärte Stein. Vor allem die vergangenen beiden Jahre hätten ihn nicht überzeugt. "Stattdessen viele unglückliche Aktionen und Gegentore, fehlende Dynamik und Explosivität, etwas kaschiert vielleicht durch seine stets ruhige Körpersprache", so der frühere Nationaltorwart.
Für Neuer bietet die WM nun die perfekte Bühne, um seinen Kritikern das Gegenteil zu beweisen. Auch Stein zeigt sich offen dafür, seine Meinung zu revidieren.
"Sollte alles gut gehen und das Abschneiden der Nationalmannschaft den vorab entstandenen Wirbel ein Stück weit rechtfertigen, wäre ich der Letzte, der nicht sagt: Ich habe mich seinerzeit geirrt", erklärte der 70-Jährige im Gespräch mit dem "kicker".