Die Islamische Glaubensgemeinschaft IGGÖ sagte sämtliche Freitagsgebete bis 1. April 2020 ab. Diese Maßnahme solle zur Eindämmung der Epidemie beitragen.
Während die katholische Kirche noch am Evaluieren ist, wie auf Grund der am Dienstag angekündigten Maßnahmen vorzugehen ist, zog die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich (IGGÖ) bereits Konsequenzen.
"Den Vorgaben der Gesundheitsbehörden folgend hat der theologische Rat der IGGÖ daher beschlossen, dass ab Freitag, den 13. März bis vorerst 1. April 2020 österreichweit keine Freitagsgebete in Moscheen abgehalten werden dürfen. Dies gilt auch für kleine Gebetshäuser, die sonst mit großem Andrang zu rechnen hätten. Diese Maßnahme soll zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung der Epidemie beitragen", heißt es in einer Aussendung.
Aus islamischer Sicht sind diese Maßnahmen gerechtfertigt, denn die Verpflichtung zur Durchführung des Freitagsgebetes gilt als aufgehoben, wenn Krankheit oder Sorge um das eigene Leben oder jenes von Familienangehörigen vorliegen.
Ausnahmslos alle Moscheen und Imame sind dazu angehalten, sich an diese Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Ebenso soll die Abhaltung größerer Veranstaltungen und Versammlungen innerhalb der islamischen Einrichtungen möglichst vermieden werden. Die Moscheen bleiben jedoch für das tägliche Gebet und seelsorgerische Dienste geöffnet.