Oberösterreich

Keine Impfung – 13-Jähriger mit Tetanus liegt im Koma

Jener Bub (13), der in der Linzer Kepler Uni Klinik wegen einer lebensbedrohlichen Tetanus-Infektion liegt, befindet sich weiter im künstlichen Koma.
11.08.2023, 11:23
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein 13-jähriger Bub, der nicht geimpft war, muss derzeit in Linz auf der Intensivstation behandelt werden. Der Jugendliche muss wegen einer Tetanusinfektion intensivmedizinisch betreut und behandelt werden. Ein ausreichender Impfschutz hätte diese Infektion laut Krankenhaus verhindern können – "Heute" berichtete.

Seit Anfang August kämpft der 13-Jährige nun bereits in Linz nach einer Tetanus-Erkrankung auf der Intensivstation um sein Leben und wird rund um die Uhr bewacht. Der Bazillus war nach einer Verletzung am Unterschenkel in den Körper eingedrungen und hatte zu einer Infektion geführt.

Im künstlichen Koma

Laut "Oberösterreichischen Nachrichten" befindet sich der Jugendliche weiterhin im künstlichen Koma. Der Gesundheitszustand des 13-Jährigen sei weiter unverändert, teilte eine Sprecherin der Linzer Kepler Uni Klinik (KUK) am Freitag mit.

Nach einer Freizeitverletzung war der 13-Jährige mit einer Begleitperson zur Wundversorgung im Krankenhaus gewesen. Dabei hatte die Begleitperson laut "Oberösterreichischen Nachrichten" offenbar irrtümlich angegeben, dass der Bub einen vollständigen Impfschutz besitze.

"Impfung schützt effektiv"

Nur ein paar Tage später brach dann Tetanus aus! "Auslöser ist das Gift eines Bakteriums, das über Wunden, auch wenn es nur kleinste Bagatellverletzungen sind, in den Körper eindringt", warnte das Linzer Kepler Klinikum. "Eine Impfung schützt effektiv vor dieser lebensbedrohlichen Erkrankung".

Infobox

Wundstarrkrampf wird durch Gifte (=Toxin) des Bakteriums Clostridium tetani ausgelöst. Mögliche Infektionsquellen sind Staub, Erde und Ausscheidungen von Tieren (z.B. Pferde, Hunde). Eintrittsstelle für den Erreger sind Verletzungen und Wunden, auch kleinste Verletzungen durch Holzsplitter oder Dornen, welche häufig unbemerkt bleiben, kommen dafür in Frage.

Das vom Erreger gebildete Gift wandert entlang der Nervenbahnen in Gehirn und Rückenmark. Dann kommt es zu Muskelversteifungen, vor allem im Bereich von Nacken- und Kaumuskulatur. Später tritt eine anfallsartige Starre des ganzen Körpers ein.

"Die Tetanusimpfung ist im kostenfreien Impfprogramm enthalten und wird im Rahmen der 6-fach Impfung nach dem 2 + 1 Schema im 3., 5. und 11.-12. Lebensmonat geimpft". "Wir rufen alle Eltern dringend dazu auf, den Impfschutz ihrer Kinder zu überprüfen und die Impfung gegebenenfalls auffrischen zu lassen" , so Kuk-Ärztin Ariane Biebl.

Impfmöglichkeiten

Impfmöglichkeiten gibt es bei allen niedergelassenen AllgemeinmedizinerInnen und KinderärztInnen, den Impf- und Impfberatungsstellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (Land Oberösterreich - Impfstellen (land-oberoesterreich.gv.at) sowie beim Impfservice des Magistrats Linz (Impfservice - allgemein empfohlene Impfungen und Impfaktionen | Stadt Linz).

Den aktuellen Impfplan, sowie Informationen und Empfehlungen findet man hier: Impfplan Österreich (sozialministerium.at)

Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen