Keine Lohn-Einigung – Arbeiter kündigen Streik an

Die Arbeitnehmervertreter haben sich beim ÖGB vorsorglich eine Streikfreigabe geholt. Im Bild: PRO-GE Chefverhandler Rainer Wimmer und der Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Dürtscher.
Die Arbeitnehmervertreter haben sich beim ÖGB vorsorglich eine Streikfreigabe geholt. Im Bild: PRO-GE Chefverhandler Rainer Wimmer und der Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Dürtscher.HERBERT PFARRHOFER / APA / picturedesk.com
In den Verhandlungen zum Kollektivvertrag geht es Schlag auf Schlag. Gibt es am Dienstag keine Einigung, wird es zu Arbeitsniederlegungen kommen.

Die Situation ist festgefahren. Die Forderungen der Arbeitnehmer in der Metalltechnischen Industrie sind umfassend, die Arbeitgeber bewegen sich nicht vom Fleck. Gibt es bei der mittlerweile vierten Verhandlungsrunde keine Einigung, wird die ultima ratio gezündet: Ein Streik.

"Es wird zu Arbeitsniederlegungen kommen", sagt Rainer Wimmer, Chef der Produktionsgewerkschaft PRO-GE, im "Ö1-Morgenjournal". An erster Stell steht die Lohnerhöhung: Bei einer Inflationsrate von über drei Prozent und enormen Wirtschaftsaufschwung nach der Corona-Krise fordern die Arbeiter 4,5 Prozent mehr Lohn.

Verhärtete Fronten

Keine Chance sehen dafür die Arbeitgeber der Metalltechnischen Industrie. Sie weisen auf die globalen Lieferprobleme und hohen Energiekrise hin, dazu geben sie die Teuerungsrate der letzten zwölf Monate von 1,89 Prozent zu bedenken. Unterm strich bieten sie 2,3 Prozent mehr Lohn an.

Für die Metaller ist das keine Option, sie fordern darüber hinaus weitere Verbesserungen der Arbeitsvergütung. Vor allem junge, angehende Arbeiter sollen davon profitieren. Konkret geht es um eine Erhöhung des Lehrlingseinkommens auf 1.000 Euro im ersten Lehrjahr, 1.300 im zweiten, 1.600 im dritten und 2.000 Euro im vierten.

Weiters wollen sie den Verbrauch von Gleitzeitguthaben selbst bestimmen und die Zulagen für die zweite und dritte Schicht bzw. die Nachtarbeit erhöhen. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA wollen konkret bei ersterem Punkt eine Verdreifachung auf 1,50 Euro pro Stunde und in der Nacht eine Verdoppelung auf fünf Euro die Stunde.

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