Keine Lust auf Stau, dann hat Mann die "dümmste Idee"

Ein US-Autolenker hatte vom Warten in der Blechkolonne die Schnauze voll. Dann tat er etwas, das ihn beinahe das eigene Leben gekostet hätte.

Nach einer Massenkarambolage kam der Verkehr auf der Interstate 10 in Louisiana zum Erliegen, schnell bildete sich ein langer Stau. Die beiden Freunde Jim Jennings (26) und Khory Vaughn steckten mittendrin. Anstatt den Verkehrskollaps geduldig auszusitzen, fasste Jennings einen Entschluss, den er bereuen sollte.

Mit Anlauf sprang er von der hohen Straßenbrücke mitten in den darunterliegenden Atchafalaya River – die Heimat von Tausenden Alligatoren und bekannt für seine rasante Strömung. Sein Kumpel filmte alles mit, das 13-sekündige Video geht seither viral.

"Oh mein Gott, das war die dümmste Idee", kommentierte der 26-Jährige mittlerweile selbst seinen wahnwitzigen Sprung. Denn obwohl er die Tücken und Gefahren des Flusses kannte, war er nicht darauf vorbereitet, was danach passieren sollte.

Mehrmals fast ertrunken

Direkt beim Aufschlag auf der Wasseroberfläche kegelte es dem jungen Amerikaner die Schulter aus. "Ich musste sofort losschwimmen", schildert er dem Sender KATC, "aber wegen der starken Strömung schaffte ich es nicht ans Ufer". 

"Ich ging unter und wäre mehrmals beinahe ertrunken. Ich hatte wirklich geglaubt, dass jetzt meine Zeit zu Ende ist. Ich habe Gott um Vergebung angefleht. Ich habe mit allen Menschen in meinem Leben abgeschlossen. Es war hektisch." 

Nach rund drei Stunden im Wasser bekam er dann doch noch trockenen Boden unter die Füße, nur um dann zu realisieren, dass er sich auf einer kleinen Insel in der Mitte des Flusses befand.

"Ich dachte, ich müsste sterben, aber Gott hat mich gerettet", erinnert sich Jennings.

Unter Waffen-Drohung festgenommen

Dann wurde es noch bizarrer. Mit einem Boot und unter notärztlicher Aufsicht wurde er schließlich aus seiner misslichen Lage gerettet, nur um plötzlich in die Mündung mehrerer Schusswaffen zu starren.

"Polizisten haben mich aufgefordert, meine Hände in die Luft zu heben. Wegen der ausgekugelten Schulter konnte ich das aber nicht", so der 26-Jährige weiter.

"Sie hatten alle ihre Waffen auf mich gerichtet und mich dann angeschrien: 'Auf den Boden, auf den Boden'". Diesem Befehl habe er dann Folge geleistet. Kurz darauf klickten die Handschellen.

Für dummen Stunt angezeigt

Jennings wurde nach seiner Eskapade zwar gerettet, kassierte dafür aber auch Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Besitzstörung.

Zumindest hat der junge Mann an Einsicht gewonnen: "Ich war einfach high von meinem Leben. Alles lief wie ich es mir vorstellte und ich habe schon Leute solche Sprünge machen gesehen – erst nach meinem Sprung ist mir eingefallen, dass das in Filmen war."

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