Da platzte selbst dem entspanntesten Entertainer der Kragen. Helge Schneider (69) hat sein Konzert auf der Landesgartenschau im deutschen Ellwangen kurzerhand abgebrochen, und zwar schon nach rund 20 Minuten. Grund waren störende Zwischenrufe aus dem Publikum und Rückkopplungen der Tontechnik.
"Eigentlich möchte ich jetzt weiterfahren und auf die Gage verzichten. Ich habe keine Lust mehr", erklärte der Musiker knapp, wie die "Schwäbische Zeitung" berichtet. Dann verschwand er von der Bühne.
Um den Abend zu retten, griff Landesgartenschau-Geschäftsführer Stefan Powolny zum Mikrofon und stellte den Zuschauern ein klares Ultimatum. "Wir haben die Wahl zwischen einem stillen Abend mit Helge Schneider oder keinem Abend mit ihm", sagte er. Die Ansage wirkte prompt, das Publikum verstummte.
Tatsächlich kehrte Schneider kurz darauf mit seiner Band zurück. Die restlichen rund anderthalb Stunden liefen ohne weitere Zwischenfälle, mit einer Mischung aus Jazz und viel Blödsinn. Der Kult-Komiker spielte Klassiker wie "Käsebrot", wechselte gekonnt zwischen den Instrumenten und versöhnte das Publikum am Ende mit einer improvisierten Hymne auf die Stadt.
Ganz überraschend kam der spontane Abgang für Kenner übrigens nicht. In der Ankündigung zu seiner Tour heißt es augenzwinkernd, ein "Hochgefühl von Mega-Quatsch" mache sich breit, wenn Helge mittendrin das Konzert beende, um sofort wieder loszulegen. Ob Panne oder Programm, das weiß am Ende wohl nur er selbst.