Die aktuelle Sommerpause könnte für ein renommiertes Lokal in Krems (NÖ) zum Anfang vom Ende werden. Das Bierlokal "Piano" gibt es seit 1984. "Wie es weitergeht, ist noch nicht fix", sagt Eigentümer Markus Hinterberger den NÖN.
Als Grund nennt er vor allem ein Problem, das den Betrieb bereits seit Jahren beschäftigt: fehlendes Personal.
Seit der Corona-Pandemie habe sich die Situation verschärft. "Aber in den letzten Jahren hat es Schwierigkeiten gegeben. Es ist fast unmöglich, seriöse Mitarbeiter zu finden", erklärt Hinterberger den Niederösterreichischen Nachrichten.
Damit steht die Zukunft des Lokals nach mehr als vier Jahrzehnten auf der Kippe. Hinterberger könnte sich vorstellen, den Betrieb in andere Hände zu geben.
"Ein junger Gastronom hätte hier als Pächter sicher eine Chance", sagt er. Doch auch eine andere Möglichkeit steht im Raum: "Ich würde das Lokal aber eventuell auch verkaufen."
Gegründet wurde das "Piano" 1984 vom Lengenfelder Gastronomen Franz Berger. In der vom Wein geprägten Region wollte er damals bewusst etwas anderes versuchen. "Die Idee war, ein ,Bierlokal in der Weingegend' zu etablieren", erinnert sich Berger.
Zehn Jahre lang sei es mit dem Lokal steil bergauf gegangen, danach habe sich der Betrieb eingependelt. Auch Auszeichnungen folgten. "Von 'Bierpapst' Conrad Seidl wurden wir mehrmals als bestes Bierlokal in Niederösterreich ausgezeichnet."
26 Jahre lang führte Berger das Lokal selbst. 2010 verkaufte er es an den IT-Unternehmer Markus Hinterberger. Dessen Bruder Christoph führte den Betrieb anschließend bis zur Corona-Pandemie etwas mehr als zehn Jahre lang.
Jetzt ist offen, wie es weitergeht. Fix ist derzeit nur die Sommerpause. Ob danach ein neuer Pächter übernimmt, das Lokal verkauft wird oder es in der bisherigen Form weitergeht, ist noch nicht entschieden.