Zwei Wochen nach dem tödlichen Verbrechen in Langenzersdorf (NÖ) wurde das Opfer (29) mittlerweile tränenreich beigesetzt. Der 29-Jährige, der "keiner Menschenseele etwas zuleide tun konnte", habe sterben müssen, "nur weil er Männer liebte", brachte seine enge Freundin Trina (26) die ganze Tragik in einem Insta-Video auf den Punkt – wir berichteten.
Indes kommen neue Details zur Horror-Tat ans Licht. 18-jährige Verdächtige – ein frisch ausgelernter Einzelhandelskaufmann mit langer Kampfsportvergangenheit – soll einen 29-jährigen Wiener über Snapchat in ein leer stehendes Haus gelockt und dort erwürgt haben. "Heute" liegen brisante Aussagen des grausamen Geständnisses vor, dass der großgewachsene Bursche vor Beamten ablegte.
Darin schildert der Ungar – er war als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Österreich gekommen – erschreckend ruhig, wie er immer schon davon geträumt habe "eines Tages einen Schwulen zusammenzuschlagen".
Nach dem Konsum von Partydrogen und alkoholischen Getränken sollte es am 6. August so weit sein. Mit einem Fake-Profil, das er "zum Verarschen von Leuten" angelegt hatte, kam er mit dem späteren Opfer in Kontakt, dessen sexuelle Orientierung er an seinem Profilbild gesehen haben will. Warum er den jungen TikTok-Influencer aus Wien aussuchte? "Reiner Zufall. Es hätte jeden anderen auch treffen können", so der Bursche zur Kripo.
Er lockte den 29-Jährigen zum Treffpunkt ins Haus von Nachbarn, die sich gerade im Urlaub befanden. Der 18-Jährige hatte einen Schlüssel, da er sich während ihrer Abwesenheit um die Katze kümmern sollte. Gegen Mitternacht kam der Wiener mit dem Taxi an und ging ins Haus – er sollte es nicht mehr lebend verlassen.
Der Verdächtige setzte sich demnach neben das Opfer aufs Bett gesetzt, dann begann er ohne Vorwarnung auf den Mann einzuschlagen und ihn am Hals zu würgen. Dabei will er sich nur gedacht haben: "Was zum Fick mach ich jetzt eigentlich, was bin ich für ein Mensch."
„Es war, wie wenn jemand einen Schalter umgelegt hat bei mir“18-Jährigersitzt wegen Mordverdachts in U-Haft
Da er Angst bekam, dass ihn der Mann "wegen Mordversuchs" anzeigen würde, wenn er aufhöre, habe er sich dazu entschieden, die Tat auch "zu Ende zu bringen". Einem Freund und seinem Vater gestand er schließlich den mutmaßlichen Mord mit den Worten. "Ich habe jemanden umgebracht." Es sei gewesen "wie wenn man ein Schalter umgelegt hat bei mir", meinte er.
Seine Star-Verteidigerin Astrid Wagner vermutet, dass der Drogeneinfluss seine Zurechnungsfähigkeit negativ beeinflusst habe. Laut Ermittlungen dürfte der junge Mann auch Kontakte in die sogenannte "Pädo-Hunter"-Szene gepflegt haben, die Homosexuelle verprügelt – offenbar hatte er sich wiederholt Videos verschiedener Straftaten angesehen. Die Ermittlungen dauern noch an. Für den 18-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.