Neue Entwicklung nach der tödlichen Gewalttat in Langenzersdorf (NÖ): Über den 18-Jährigen, der einen 29-jährigen Wiener getötet haben soll, wurde am Samstag die Untersuchungshaft verhängt.
Das bestätigte laut ORF Gerichtssprecherin Barbara Michalek. Der junge Mann hatte laut Polizei zuvor gestanden, den 29-Jährigen umgebracht zu haben.
Der 18-Jährige dürfte der sogenannten "Pedo-Hunter"-Szene angehören. Diese unterstellt überwiegend Homosexuellen fälschlicherweise Pädophilie und übt Gewalt gegen sie aus. Das Motiv für die Tat dürfte Hass auf Homosexuelle gewesen sein.
Der 18-Jährige aus dem Bezirk Korneuburg hatte den Wiener über eine Social-Media-Plattform kontaktiert, so bisherige Erkenntnisse. In der Nacht auf Donnerstag trafen sich die beiden in einem Einfamilienhaus in Langenzersdorf.
Der Eigentümer war auf Urlaub und hatte die Familie des 18-Jährigen gebeten, während seiner Abwesenheit auf das Haus aufzupassen.
Bei dem Treffen soll der 18-Jährige schließlich "massive Gewalt gegen den Kopf- und Halsbereich" des 29-Jährigen ausgeübt und ihn tödlich verletzt haben.
Nach der Tat verständigte der 18-Jährige einen Angehörigen. Dieser alarmierte gegen 6.30 Uhr die Polizei. Die Beamten fanden den 29-Jährigen tot im Haus.
Der Verdächtige wurde festgenommen und in die Justizanstalt Korneuburg gebracht.