Vermisster Bub

Keine Spur von Arian (6) – "Aufgeben ist keine Option"

Der Arian aus dem deutschen Bundesland Niedersachsen bleibt weiter verschwunden. Auch der bisher größte Einsatz am Sonntag blieb ohne Erfolg.

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    Arian Arnold (6) verschwand in der Nacht auf den 23. April 2024 aus dem Elternhaus bei Bremervörde in Niedersachsen.
    Arian Arnold (6) verschwand in der Nacht auf den 23. April 2024 aus dem Elternhaus bei Bremervörde in Niedersachsen.
    Polizei

    Die Suche nach dem sechsjährigen Arian aus Bremervörde-Elm geht auch am Montag weiter. Das kündigte ein Polizeisprecher am Sonntagabend an. Man habe weiter Hoffnung, Arian lebend zu finden. "Aufgeben ist für uns noch keine Option", sagte eine Sprecherin. "Wir suchen weiter Tag und Nacht." Arian ist Autist und könnte einer Expertin zufolge auf Rufe wohl nicht reagieren.

    Am Sonntag war die bisher größte Suchaktion erneut erfolglos geblieben. Trotz des Einsatzes von 1.200 Kräften habe man keine neue Spur gefunden, sagte ein Sprecher. In der Nacht wolle man nun die Ergebnisse des Großeinsatzes auswerten, um am Montagmorgen gezielt weiteren möglichen Ermittlungsansätzen nachgehen zu können.

    Der Sechsjährige wird seit Montagabend vermisst. Einsatzkräfte durchkämmen seitdem den Heimatort des Jungen und das Umland. Bremervörde-Elm liegt im Landkreis Rotenburg (Wümme) zwischen Bremerhaven und Hamburg.

    Hunderte Einsatzkräfte hatten am Sonntag mit einer 1,5 Kilometer langen Menschenkette das Gebiet nördlich des Wohnorts des Jungen durchkämmt, um "lückenlos alles noch einmal umzudrehen", so eine Sprecherin. Die Suche dauerte bis zum Einbruch der Dunkelheit, rund 15 Quadratkilometer wurden abgesucht. Zusätzlich waren erneut Boote, Drohnen und Suchhunde sowie erstmals auch eine Reiterstaffel unterwegs. "Eine derart große Suchmaßnahme habe ich zuvor noch nicht geleitet", sagte Jörg Wesemann, Gesamteinsatzleiter der Polizei Rotenburg.

    Suchgebiet ausgeweitet

    Das Suchgebiet, das bisher auf das Umfeld von Elm konzentriert war, wurde ausgeweitet. Man versuche alles, um den Jungen zu finden, sagte ein Polizeisprecher. Daher laufe die Suche nun auch in etwas weiter entfernten Orten. Die Polizei gehe weiter nicht von einer Straftat aus. Es gebe keine Hinweise auf einen Kriminalfall, so der Polizeisprecher.

    Vor dem Wochenende hatten Arians Eltern über die Facebook-Seite der Polizei einen Appell an die Helfer gerichtet, in dem sie erklärten, wie ihrem Sohn geholfen werden könne. "Wir glauben, dass Arian sich auf den Weg gemacht hat, um ein großes Abenteuer zu erleben", hieß es darin. Er könnte sich demnach nicht nur in Elm, sondern auch in die umliegenden Gemeinden bewegt und dort versteckt haben. Sie dankten allen für die Hilfe bei der Suche.

    Einsatzkräfte ändern Taktik

    Die Einsatzkräfte hatten zunächst versucht, den autistischen Jungen mit Kinderliedern, Luftballons und Feuerwerken anzulocken – ohne Erfolg. Am Wochenende wurde die Taktik geändert. Die Einsatzkräfte sollten sich bei der Suche nun still verhalten. Man habe die Taktik geändert, weil die anderen Ansätze keinen Erfolg gebracht hätten, sagte der Polizeisprecher.

    Arian hatte sein Elternhaus am Montagabend unbemerkt verlassen. Eine Überwachungskamera zeichnete auf, wie der Junge nach seinem Verschwinden in einen benachbarten Wald lief.

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      Raphael Fasching

      Auf den Punkt gebracht

      • Der sechsjährige Arian aus Niedersachsen bleibt weiterhin verschwunden, trotz des größten bisherigen Einsatzes am Sonntag
      • Die Suche nach dem autistischen Jungen wird fortgesetzt, wobei die Hoffnung besteht, ihn lebend zu finden
      • Die Polizei hat ihre Taktik geändert, nachdem bisherige Ansätze erfolglos blieben, und die Suche wird nun auch in weiter entfernten Orten fortgesetzt
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