Oberösterreich

Kepler Klinikum macht Studie zu Corona-Medikament

Als eines von weltweit nur 16 Krankenhäusern macht das Kepler Uniklinikum Linz nun an einer neue Studie zu einem Corona-Medikament mit.
12.05.2020, 12:59

In dem neuen Wirkstoff steckt ganz viel Oberösterreich drinnen. Der heimische Spitzenwissenschaftler Josef Penninger hat an der Entwicklung eines neuen Wirtstoff zur Behandlung von COVOD-19 mitgewirkt. In einer klinische Studie wird das Medikament nun in Linz, am Kepler Uniklinikum (KUK).

Der Wirkstoff wird schwer an Corona erkrankten Patientinnen und Patienten intravenös verabreicht und soll die Erkrankungsdauer und –schwere günstig beeinflussen.

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"Wir freuen uns, dass es als junges Universitätsklinikum gelungen ist, an dieser Studie teilnehmen zu können. Das spricht für die Qualität des KUK und für die wissenschaftliche Etablierung unseres Hauses. Wir sind stolz darauf, an dieser weltweiten Studie teilnehmen zu können", so Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) in einer gemeinsam Aussendung mit  Franz Harnoncourt, Geschäftsführer der Gesundheitsholding und Primar Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am KUK.

200 Patienten weltweit

Die Studie wird rund 200 Patientinnen und Patienten in Dänemark, Deutschland, England und Österreich umfassen.

"Die Patientinnen und Patienten erhalten sieben Tage lang täglich zwei Infusionen mit dem Wirtkstoff APNO1. Für die Studie infrage kommen Menschen im Alter zwischen 35 und 80 Jahren, die eine niedrige Sauerstoffsättigung oder eine Begleiterkrankung haben", so Penninger.

Josef Penninger hat an der Entwicklung des Wirkstoffes mitgewirkt.
picturedesk

"Der Wirkstoff APN01 wurde bereits Anfang der 2000er Jahre gegen die Coronaviren SARS und MERS entwickelt. Ein Einsatz blieb damals jedoch aus, weil diese Epidemien vergleichsweise rasch ein Ende fanden", erklärt Lamprecht.

Der Wirkstoff verhindert das Eindringen des Virus in die Zellen im Bereich der Atemwege und auch im Magen-Darm-Trakt, außerdem reduziert er schädliche Entzündungsprozesse in der Lunge und schützt damit vor akutem Lungenversagen.