Kern-Berater bot Maulwurf Geld für dubiose Mails

Rudi Fußi gerät in Bedrängnis.
Rudi Fußi gerät in Bedrängnis.Bild: picturedesk.com

Die Causa-Silberstein geht nun offenbar in die nächste Runde. Rudi Fußi soll der angeblichen Informationsquelle "Schweigegeld" geboten haben.

Der Redenschreiber von SP-Bundeskanzler Christian Kern gerät nun in Bedrängnis: Er soll laut "Krone" den angeblichen "Maulwurf" mit Whatsapp-Nachrichten bombardiert und unter Druck gesetzt haben.

Eine junge Frau, die von der SPÖ bereits entlassen wurde, gilt in internen Kreisen als Informationsquelle in der Dirty-Campaigning-Affäre rund um Tal Silberstein. Dieser soll von Fußi "Schweigegeld" geboten worden sein.

Fußi ist zornig

"Egal, was dir vp dafür gegeben hat. Ich geb dir das doppelte und sorge dafür, dass dir rechtlich nichts passieren wird", soll er der Dolmetscherin geschrieben haben.

Gegenüber der APA bestätigte Fußi, dass die Nachrichten echt sind. Dass diese veröffentlicht wurden, mache ihn zornig. Jetzt gilt von seiner Seite aus folgendes Angebot: "Wenn jemand beweisen kann, dass meine E-Mails an jemanden verkauft wurden und vor allem an wen sie verkauft wurden, so bin ich bereit, dafür eine Belohnung von 30.000 Euro zu bezahlen."

SPÖ will Sache klären

Die SPÖ distanziert sich nun von Rudi Fußi: Eine vertragliche Bindung mit ihm hätte es nie gegeben. Von Fußis "Methoden" hätte man mit Entsetzen erfahren.

Die ehemalige Dolmetscherin wurde nun eingeladen, um den Sachverhalt zu klären: Es geht um geleakte Mail-Korrespondenzen, Konzepte und Dokumente aus dem Wahlkampf. "Wir werden jedenfalls in aller Ruhe und Konsequenz in Zusammenarbeit mit den Behörden zu einer vollständigen Aufklärung beitragen", erklärten die neuen SPÖ-Bundesgeschäftsführer Andrea Brunner und Christoph Matznetter. (slo)

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