Kern: Merkel hat nicht unverantwortlich gehandelt

Bild: WOLFGANG KUMM (DPA)

Bundeskanzler Christian Kern wird heute gemeinsam mit einigen Amtskollegen von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen. Hauptthemen sind einmal mehr der Brexit, die Flüchtlingskrise und das schwierige Verhältnis zwischen EU und Türkei. Nach der jüngsten Kritik von Verteidigungsminister und Parteikollege Hans Peter Doskozil verteidigte Kern Merkel vor dem Treffen.

Bundeskanzler Christian Kern wird heute gemeinsam mit einigen Amtskollegen von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen. Hauptthemen sind einmal mehr der Brexit, die Flüchtlingskrise und das schwierige Verhältnis zwischen EU und Türkei. Nach der jüngsten Kritik von Verteidigungsminister und Parteikollege Hans Peter Doskozil verteidigte Kern Merkel vor dem Treffen.

Merkel will vor dem EU-Sondergipfel am 16. September, der sich mit der Zukunft Europas beschäftigen wird, mit allen Staats- und Regierungschefs sprechen. Im Zuge dieser Abstimmung sind am Samstag Christian Kern und seine Kollegen Boiko Borissow (Bulgarien), Robert Fico (Slowakei) und Tihomir Oreskovic (Kroatien) in Berlin zu Gast.

Mit Spannung wurde erwartet, ob Merkel auch die jüngste Aussage des österreichischen Verteidigungsministers und Kern-Parteikollegen Hans Peter Doskozil anspricht. "Die 'Wir schaffen das'-Politik ist unverantwortlich", sagte dieser in der Freitagsausgabe der "Kronen Zeitung" und stellte klar: "Österreich ist nicht das Wartezimmer für Deutschland!" Die "Bild"-Zeitung titelte im Gegenzug: "Ösis stänkern gegen Merkel".

Kern widerspricht weder Merkel noch Doskozil

Kern verteidigte Merkel vor dem gemeinsamen Termin: "Ich bin nicht der Meinung, dass Frau Merkel unverantwortlich gehandelt hat", wird er von "orf.at" zitiert. Die Aussagen Doskozils seien inhaltlich jedoch "realitätsnah" gewesen, drückte sich der Bundeskanzler diplomatisch aus.

Die Situation habe sich seit dem Vorjahr mittlerweile in beiden Ländern geändert. Auch in Deutschland seien die aktuellen Fragen nun, wie man die Zahl der Asylwerber begrenzen könne und die Integration verbessern könne.

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