Kern sagte Topjob bei RHI mit 2 Mio. Euro Gage ab

Bundeskanzler Christian Kern hätte Vorstandsvorsitzender werden können.
Bundeskanzler Christian Kern hätte Vorstandsvorsitzender werden können.Bild: Neumayr
Er habe auf Millionen verzichtet, orakelte Kanzler Kern im ORF. Das geht genauer: Er sollte RHI-Vorstandsvorsitzender mit zwei Millionen Euro Gage werden.
"Ich habe einen Job sausen lassen, der mir ein Millioneneinkommen beschert hätte," hatte Bundeskanzler Christian Kern in der ORF-Diskussion mit der Grünen Ulrike Lunacek ohne nähere Erläuterung erklärt. Das hatte er auch bereits im Öffi-Talk mit „Heute" fallen gelassen. Doch auf welchen Job hat Kern so wortreich verzichtet?

"Heute" kann helfen: Kern sollte als Vorstandsvorsitzender zum Feuerfestkonzern RHI wechseln. Headhunter hatten ihn wärmstens empfohlen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wien und beschäftigt weltweit 7.500 Mitarbeiter. Jährlich werden von RHI mehr als 1,5 Millionen Tonnen feuerfeste Steine, Massen, Mörtel und andere Produkte hergestellt, die bei allen industriellen Brenn- und Schmelzprozessen über 1.200 Grad Celsius benötigt werden.

Chuck Norris statt Christian Kern

Christian Kerns Jahresgehalt hätte bei der börsennotierten RHI runde zwei Millionen Euro betragen. Den hoch bezahlten RHI-Vorstandsposten hat sich mittlerweile der deutsche Manager Stefan Borgas geschnappt, der seine Karriere bei BASF begann. „Wenn Chuck Norris jemals einen smarten Manager hatte spielen mussen, hatte er die Figur so angelegt", schrieb „Das Industriemagazin" über Borgas.

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Als ÖBB-Chef hat Kern jährlich eine Gage von 700.000 Euro dankend entgegengenommen. Bei der RHI hätte er also das Dreifache verdient. Kern bekommt als Kanzler nach Abzug der Parteisteuern derzeit auch nicht gerade schmale 9.500 Euro netto im Monat.

(GP)

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