SPÖ-Chef Christian Kern wäre nach der Nationalratswahl 2017 eine türkis-rote Koalition mit einem Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) eingegangen. Das erklärte Kern in einem Interview gegenüber der "Presse".
"Mein wichtigstes Ziel war es, Schwarz-Blau zu verhindern", sagte Kern. Er habe Kurz unterschiedliche Varianten einer Koalition angeboten, doch der ÖVP-Chef habe kein Interesse daran gehabt.
Laut Kurz hätte Kern nicht als Vizekanzler fungieren wollen, weshalb eine Neuauflage der Großen Koalition schnell verworfen wurde. Kerns Konter: Andere SPÖ-Mitglieder hätten diesen Posten übernehmen können.
Keine Partei links von der SPÖ
Laut Kern werden konservative Politiker scheitern, deren Strategie der neoliberale Staat und die unsichtbare Hand sind. Das werde die Ungleichheit "dramatisch erhöhen". Den Herausforderungen der Globalisierung und des digitalen Kapitalismus könne man nur mit sozialdemokratischen Positionen begegnen.
Kerns strategisches Ziel in der Opposition ist es, den Mitte-links-Kurs zu halten und Alternativen zu türkis-blau aufzuzeigen. Weiter links von der SPÖ gebe es nach dem Verschwinden der Grünen keine Partei mehr in Österreich.
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(lu)