Kern wettert über Straches Vorschlag

Christian Kern (SPÖ) ließ kein gutes Haar an den Plänen der Regierung.
Christian Kern (SPÖ) ließ kein gutes Haar an den Plänen der Regierung.Bild: picturedesk.com

Vizekanzler Straches (mittlerweile relativierter) Vorschlag, Asylwerber in Kasernen unterzubringen, sorgte für Proteste. Auch Ex-Kanzler Kern (SPÖ) übte Kritik.

Der Vorschlag ließ die Wogen hochgehen: Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hatte am Donnerstag in einem TV-Interview ins Spiel gebracht, Asylwerber in Kasernen des Bundesheers unterzubringen und eine eine nächtliche Ausgangssperre auszusprechen. Am Freitag folgte die Relativierung: Es sei "kein Thema", hieß es nach der Regierungsklausur.

Von Journalisten darauf angesprochen, sagte Strache, dass "aus einer Maus ein Elefant produziert" wurde.

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Kern übt Kritik

Noch vor dem "Zurückrudern" durch Strache wetterte SPÖ-Chef Christian Kern am Freitag gegen die Idee. In Klagenfurt bezeichnete er den Vorschlag vor Journalisten als weitere "Nebelgranate" der türkis-blauen Koalition.

Der Ex-Bundeskanzler brachte auch die Deklaration der Menschenrechte aus dem 1948 ins Spiel. Feierlichkeiten zu diesem Jubiläum solle die Regierung absagen. Privatunterkünfte für Flüchtlinge seien billiger und besser für die Integration, so Kern.

Bildhafte Sprache

Er verglich die Idee mit dem Bestreben, eine berittene Polizei in Wien einzuführen und fragte, ob es als bald "aufblasbare Seepferdchen im Wörthersee" gebe.

Auf Facebook setzte Kern die bildhafte Sprache fort: "Die schwarz-blaue Bundesregierung ist kein rot-weiß-roter Schnellzug in die Zukunft. Sie ist bestenfalls eine Dampflok und wir alle müssen im Raucherabteil sitzen, am Weg in die Vergangenheit", schrieb er am Freitag.

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(lu)

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