Kern will 200.000 Arbeitsplätze bis 2020 schaffen

Bild: Helmut Graf
Beim ORF-Sommergespräch am Montag sagte SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern, dass er bis zum Jahr 2020 insgesamt 200.000 neue Arbeitsplätze schaffen wolle. Er plane, zehn Jahre als Bundeskanzler aktiv zu sein, könne sich aber auch vorstellen als Oppositionschef Politik zu machen, so Kern.
Beim sagte SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern, dass er bis zum Jahr 2020 insgesamt 200.000 neue Arbeitsplätze schaffen wolle. Er plane, zehn Jahre als Bundeskanzler aktiv zu sein, könne sich aber auch vorstellen als Oppositionschef Politik zu machen, so Kern. 

200.000 neue Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 will Christian Kern schaffen, wie er im ORF-Sommergespräch sagte. Das wolle er mit kurzfristigen Konjunkturprogrammen sowie langfristigen Maßnahmen - etwa Bildungsprogramme um Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern - erreichen, sagte er. Außerdem will er Ausbildungspflicht bis 25. Man müsse sich hohe Ziele setzen und dann "Maßnahmen bündeln, um diese zu erreichen", sagte er.

"Macht korrumpiert"

Er sei angetreten, um für zwei Legislaturperioden als Bundeskanzler zu fungieren. Länger wolle er nicht an der Spitze stehen, denn "Macht hat die Eigenschaft, dass sie korrumpiert." Bis zum Jahr 2018 funktioniere die rot-schwarze Koalition "gut", ab den Wahlen seien Regierungskoalitionen aber "ein offenes Spielfeld" - auch Dreierkoalition könne er sich vorstellen.

Eine Koalition mit der FPÖ auf Bundesebene schloss Kern recht deutlich aus, auch wenn er sich zu einer klaren Aussage nicht durchringen konnte. Zur Not könne er sich auch vorstellen, als Oppositionschef Politik zu machen.

Nein zu Türkei-Beitritt

An seinem Nein zu Beitrittsverhandlungen mit der Türkei hielt Kern fest. Das sei für ihn die richtige Entscheidung, bekräftigte er seine Aussagen. Er wolle Klarheit und auf "diplomatische Floskeln verzichten". Die Beitrittsverhandlungen seien gedacht gewesen, um der Türkei eine Perspektive zu bieten, damit sich die Menschenrechtssituation bessert. Derzeit erlebe man die gegenteilige Entwicklung, so Kern. Deshalb brauche es auch klare Worte.

Auch seine Forderungen nach mehr Steuergerechtigkeit in der EU bekräftigte Kern. "Wir müssen uns daran erinnern, dass am Beginn der EU auch das Versprechen von Sicherheit und Wohlstand gestanden ist und nicht nur Binnenmarkt und wirtschaftliche Interessen", so Kern.

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