Über einen Erfolg berichtet die Arbeiterkammer Kärnten. Die Jugendmarke "AK Young" erkämpfte nämlich für einen gekündigten Lehrling über 10.000 Euro.
Laut AK erlebte der Kfz-Technik-Lehrling Monate des finanziellen und emotionalen Stresses. Sein Lehrlingseinkommen wurde wiederholt nicht oder nur unvollständig ausbezahlt. "Hinzu kamen massive Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz und die Bestimmungen des Berufsausbildungsgesetzes. Im vorliegenden Fall ist besonders schwerwiegend, dass Lehrlinge unter 18 Jahren laut Gesetz keine Überstunden oder Akkordarbeit leisten dürfen", so AK-Young-Experte Erich Malle.
Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme des Betriebs musste das Lehrverhältnis schließlich aufgelöst werden. Erst bei der Kontrolle der Endabrechnung zeigte sich das wahre Ausmaß des Schadens: Dem jungen Mann waren mehr als 10.000 Euro vorenthalten worden.
Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten dürften Betriebe nicht die Rechte ihrer Lehrlinge mit Füßen treten, hält die AK fest. Dieser Fall sei ein klares Signal, dass Gerechtigkeit nicht verhandelbar sei.
Die AK rät Lehrlingen und deren Eltern, sich bei Unregelmäßigkeiten jederzeit kostenlos und vertraulich an die AK zu wenden. Außerdem werden in der Aussendung abschließend einige Tipps festgehalten.