Agentic Coding hat die Software-Entwicklung im Sturm erobert. Code zu schreiben wird nie mehr so sein wie vor der Ära der künstlichen Intelligenz. Es dauert wohl nicht mehr lange, bis KI-Agenten das Programmieren schneller und besser erledigen als Menschen.
Doch nicht nur das reine Coden ist betroffen. Besonders SaaS-Tools, die Daten analysieren und Dashboard-Insights liefern, geraten unter Druck. Tools wie LinearB, Jellyfish oder Swarmia bieten tiefgehende Einblicke in Repositories - doch wenn man auch einfach einen KI-Agenten nach den DORA-Metriken fragen kann, verschiebt sich das Bild massiv.
Wie computerwoche.de unter Berufung auf Infoworld.com berichtet, reagieren die Anbieter solcher Tools bereits mit einem radikalen Kurswechsel. Statt Dev-Teams zu monitoren, werben sie nun damit, den KI-Entwicklungsprozess zu überwachen. Man könnte auch sagen: Das Motto lautet "Change or Die".
Auch Tools, die Daten erzeugen, die den Dashboards zugrunde liegen, fokussieren sich inzwischen darauf, MCP-Implementierungen für KI-Agenten bereitzustellen. Ein Bereich, in dem KI echten Mehrwert bietet, ist etwa die Log-Analyse. Früher musste man Protokolle Zeile für Zeile durchforsten - heute erledigt das ein KI-Agent in wenigen Minuten.
Schon bald könnte bei jedem auftretenden Problem ein MCP-Server einen KI-Agenten benachrichtigen, der das Problem analysiert, behebt und die Korrektur bereitstellt - ganz ohne menschlichen Eingriff. Die Kunden von SaaS-Anbietern werden dann nicht mehr Software-Development-Manager sein, sondern MCP-Server von KI-Agenten.
Was das bedeutet: All der Schnickschnack mit schicken Benutzeroberflächen und ansprechenden Webseiten - gedacht für den menschlichen Konsum - wird für KI-Agenten keine Rolle mehr spielen.