Gartner warnt

KI-Apps werden zum Sicherheitsrisiko

Selbstgebaute KI-Anwendungen entwickeln sich zur großen Gefahr. Die Hälfte aller Sicherheitsvorfälle soll bald auf solche Apps entfallen.
Technik Heute
21.03.2026, 17:30
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Künstliche Intelligenz ist ein zweischneidiges Schwert: Sie kann bei der Abwehr von Cyberangriffen helfen, stellt aber gleichzeitig ein massives Risiko dar. Laut Analysten des Marktforschungsunternehmens Gartner wird bis 2028 die Hälfte aller Reaktionen auf Cybersicherheitsvorfälle auf maßgeschneiderte KI-Anwendungen entfallen.

Die Gefahr liegt vor allem darin, dass viele dieser Tools eingesetzt werden, bevor sie vollständig getestet sind. "Diese Systeme sind komplex, dynamisch und langfristig schwer abzusichern", warnte Christopher Mixter, VP Analyst bei Gartner, auf einem Fachkongress in Sydney.

Wie die Computerwoche berichtet, fehlen den meisten Sicherheitsteams zudem klare Prozesse für den Umgang mit KI-bezogenen Vorfällen. Das verlängere die Problemlösung und erhöhe den Aufwand erheblich.

Datenchaos und Strafen drohen

Ein weiteres Problem ist der Zustand der Unternehmensdaten. Gartner schätzt, dass bis 2030 rund ein Drittel der IT-Arbeitszeit allein dafür aufgewendet werden muss, sogenannte "KI-Datenschulden" zu begleichen. Viele Daten seien unstrukturiert und schlecht gesichert.

Auch regulatorisch droht Ungemach: Bis 2027 könnten 75 Prozent der regulierten Unternehmen mit Geldstrafen von mehr als fünf Prozent ihres weltweiten Umsatzes konfrontiert werden, wenn sie Compliance-Prozesse weiter manuell abwickeln.

Identitäten im Visier

Besonders alarmierend: Die Identität von Nutzern - egal ob Mensch oder Maschine - rückt immer stärker ins Zentrum von Angriffen. Klassische Tools für das Identitätsmanagement reichen laut Gartner nicht mehr aus. Bis 2028 sollen daher 70 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen auf KI-gestützte Plattformen für Identitätsintelligenz setzen.

Die Experten empfehlen Sicherheitsverantwortlichen, sich frühzeitig in KI-Projekte einzubringen. Nur so lasse sich sicherstellen, dass genügend Zeit und Ressourcen für angemessene Sicherheitsmaßnahmen eingeplant werden.

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