Firefox-Nutzer können aufatmen: Mozilla hat im April sage und schreibe 423 Sicherheitslücken in seinem Browser geschlossen. Das sind so viele wie normalerweise in etwa zwei Jahren zusammenkommen – bisher waren es monatlich immer nur rund 20 Lücken.
Der Grund für diesen Rekord ist eine künstliche Intelligenz namens Claude Mythos Preview, die vom US-Unternehmen Anthropic entwickelt wurde.
Wie "heise.de" berichtet, hat Mozilla ein eigenes Suchsystem gebaut, bei dem verschiedene KI-Modelle eingesetzt werden können. Als Anthropic dann den Zugriff auf Claude Mythos Preview ermöglichte, konnte das Sicherheitsteam direkt loslegen.
Das Besondere: Die KI findet auch Lücken, die seit über 15 Jahren im Code schlummern. Manche davon würden sogar einen Ausbruch aus der sogenannten Sandbox ermöglichen – das sind Schwachstellen, die bisher besonders schwer zu finden waren.
Mozilla gibt sich optimistisch: Man glaubt, mit KI-Hilfe tatsächlich alle Sicherheitslücken in einer Software finden und sie damit vollständig absichern zu können.
Die KI ist allerdings so mächtig, dass Anthropic sie nur ausgewählten Firmen zur Verfügung stellt, die an IT-Sicherheit arbeiten. Zu den Partnern gehören unter anderem Google, Microsoft und Apple. Europa ist dabei bisher weitgehend außen vor.