Schock-Prognose

KI-Coding bald teurer als Entwickler

Bis 2028 könnten die KI-Kosten fürs automatische Programmieren das Gehalt eines Entwicklers übersteigen - für viele Firmen.
Technik Heute
26.06.2026, 10:07
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Was als Produktivitäts-Wunder gefeiert wurde, könnte sich zur Kostenfalle entwickeln: Die Marktforscher von Gartner prognostizieren, dass KI-gestütztes Programmieren bis 2028 teurer wird als das Gehalt eines Entwicklers.

Der Grund: Der sogenannte Token-Verbrauch steigt rasant. Tokens sind die Einheiten, in denen KI-Systeme Text verarbeiten und abrechnen. Immer mehr Unternehmen steigen von Flatrate-Modellen auf verbrauchsbasierte Abrechnung um.

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Wie heise.de berichtet, basiert die Prognose auf einem weltweiten Durchschnittsgehalt von rund 2.000 US-Dollar pro Monat. In Österreich und Deutschland verdienen Entwickler zwar deutlich mehr - dennoch zeigt sich bereits jetzt ein problematischer Trend.

Uber bereits am Limit

Laut Gartner-Analyst Nitish Tyagi erreichen bereits sechs Prozent der Unternehmen Token-Kosten von über 2.000 Dollar pro Entwickler monatlich. Ein prominentes Beispiel ist Uber: Der Fahrdienst-Riese hat sein jährliches Token-Budget schon jetzt aufgebraucht.

"Unternehmen gehen rasch von der Testphase zur groß angelegten Einführung von KI-Coding-Agenten über, doch viele unterschätzen die finanziellen Auswirkungen des steigenden Token-Verbrauchs", warnte Tyagi.

Auch heimische Firmen betroffen

Auch in Deutschland sind viele Unternehmen von den KI-Kosten überrascht worden. Eine Bitkom-Umfrage zeigt: Rund ein Drittel der befragten Firmen hat nicht mit den hohen Ausgaben gerechnet.

Die Gartner-Experten empfehlen Unternehmen daher, Token-Schwellenwerte einzuführen und die KI-Nutzung automatisch zu überwachen. Auch sollten Entwickler geschult werden, ihre Anfragen an die KI sparsamer zu formulieren.

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