Wer in seinem Unternehmen auf künstliche Intelligenz setzt, hat zunehmend Schwierigkeiten, das abzusichern. Viele Cyberversicherer verweigern mittlerweile die Deckung für Schäden, die durch KI-generierte Ergebnisse entstehen.
"Viele Versicherer fühlen sich nicht wohl dabei, KI-Outputs zu versichern, weil sie den Reasoning-Prozess nicht nachvollziehen können", erklärt Connor Deeks, Chef der KI-Beratung Codestrap.
Wie computerwoche.de unter Berufung auf CSOOnline berichtet, haben einige Anbieter die Technologie komplett aus ihrem Risikoprofil gestrichen. Andere erhöhen stattdessen die Prämien erheblich.
Besonders betroffen sind Unternehmen, die selbst KI-Lösungen entwickeln und anbieten. "Wenn Sie ein KI-bezogenes Unternehmen oder speziell ein KI-Anbieter sind, ist die Wahrscheinlichkeit derzeit sehr groß, dass Ihr Antrag abgelehnt wird", warnt Versicherungsexperte Jason Bishara von der NSI Insurance Group.
Mittlerweile verlangen 77 Prozent der Versicherer formale Prüfungen durch Sicherheitsexperten, bevor Policen ausgestellt werden. Im Vorjahr waren es nur 56 Prozent.
Experten sehen aber auch Hoffnung: Wer seine KI-Systeme sauber reguliert und überwacht, hat bessere Chancen auf Versicherungsschutz. Experimentelle KI-Projekte ohne Monitoring hingegen werden kaum noch versichert.
Der Rat an alle Unternehmen: Transparent sein. "Seien Sie ehrlich darüber, wie Sie KI einsetzen. Wenn Sie versuchen, Ihre Risiken unter den Teppich zu kehren, riskieren Sie, dass Ihre Ansprüche abgelehnt werden", so Bishara.