Mit den warmen Temperaturen beginnt auch wieder die Mückensaison. Die kleinen Blutsauger können Sommerabende im Freien schnell verderben. Während viele zu Stichheilern oder Mückenspray greifen, verfolgt Entwickler Steven Cheng einen völlig anderen Ansatz.
Der Robotik-Experte hat ein System entwickelt, das künstliche Intelligenz, Kameratechnik und einen Laser kombiniert. Rund vier Monate arbeitete er an dem Prototyp, sammelte zahlreiche Bilddaten und trainierte eine KI darauf, Mücken in Echtzeit zu erkennen.
Das System soll die Insekten nicht nur identifizieren, sondern auch ihre Flugbewegungen verfolgen, wie es bei Computer Bild heißt. Nach einer Nacht soll der Mückenkiller alle Plagegeister in der Wohnung erfolgreich eliminiert haben.
Das Herzstück ist eine sogenannte Computer-Vision-Technologie. Eine Kamera wertet kontinuierlich die Umgebung aus und erkennt selbst kleine, schnell fliegende Objekte. Sobald eine Mücke identifiziert wird, richtet das auf Rädern fahrende System den Laser aufs Ziel aus.
Für die Sicherheit hat Cheng mehrere Mechanismen eingebaut. Eine Weitwinkelkamera überwacht permanent die Umgebung. Sobald sich Menschen oder leicht entflammbare Gegenstände im Wirkungsbereich befinden, wird der Laser automatisch deaktiviert.
Ob der KI-Mückenjäger jemals in den Handel kommt, ist derzeit offen. Bislang handelt es sich um einen experimentellen Eigenbau. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo gibt es aber bereits ein ähnliches tragbares Gerät ab rund 400 Euro.