Plus von 1.100 Prozent

KI-Riese Anthropic meldet irre Zahlen vor Börsengang

Der Claude-Entwickler Anthropic vermeldet einen Umsatzsprung von 1.100 Prozent – aber auch einen Milliardenverlust kurz vor dem IPO.
03.11.2026, 10:39
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Wenige Tage vor dem geplanten Börsengang (Initial Public Offering, kurz IPO) hat das KI-Unternehmen Anthropic seine Quartalszahlen veröffentlicht.

Die Ergebnisse sind spektakulär – in beide Richtungen. Der Umsatz explodierte, doch unter dem Strich bleibt ein gewaltiges Minus.

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Der Quartalserlös stieg von 1,4 Milliarden Dollar um sagenhafte 1.100 Prozent auf 17 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal hatte der Umsatz noch bei 4,7 Milliarden Dollar gelegen, im zweiten Quartal bei 11,6 Milliarden Dollar.

Wie n-tv unter Berufung auf bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichte Unterlagen berichtet, blieb unter dem Strich jedoch ein Verlust von 23,3 Milliarden Dollar übrig.

Der größte Teil davon (21,9 Milliarden Dollar) geht allerdings auf nicht zahlungswirksame Aufwendungen im Zusammenhang mit der steigenden Unternehmensbewertung zurück. Das operative Minus betrug 567 Millionen Dollar.

Hunderte Milliarden für Rechenleistung

Besonders bemerkenswert sind die geplanten Investitionen: Anthropic hat sich verpflichtet, rund 895 Milliarden Dollar vor allem für den Aufbau von Rechenleistung aufzuwenden. Davon sollen etwa 447,5 Milliarden Dollar bis Ende 2030 anfallen, der Rest bis 2045.

Anthropic ist vor allem für seinen KI-Chatbot Claude bekannt. Das Unternehmen steuert auf einen mit Spannung erwarteten Börsengang zu, der Beobachtern zufolge bereits in der kommenden Woche vollzogen werden könnte.

Der Börsengang gilt als wichtiger Test für das Vertrauen des Marktes in den KI-Boom. Zuletzt waren die Aktien großer Technologieunternehmen abgestürzt, weil die Quartalszahlen keine klaren Anzeichen für eine Rendite der massiven KI-Investitionen ergaben.

red, 03.11.2026, 10:39