Kickl fordert, "anrührende Bilder" zu ignorieren

Innenministers Herbert Kickl (FPÖ)
Innenministers Herbert Kickl (FPÖ)Bild: picturedesk.com

In seiner Eröffnungsrede bei einer Migrationskonferenz in Wien forderte der FPÖ-Innenminister beim Thema Migration "mehr Gestaltung" und weniger "anrührende Bilder".

Bei der Eröffnung der Jahreskonferenz des Europäischen Migrationsnetzwerks (EMN) in Wien forderte FPÖ-Innenminister Herbert Kickl mehr Härte. Man dürfe sich in dieser Frage nicht von "anrührenden Bildern" – wie etwa die Seenotrettungen im Mittelmeer – beeinflussen lassen. Denn: "Die wirklich Schutzbedürftigen sind leider viel zu oft unsichtbar", so der Minister.

Es stehe zwar außer Streit, dass jene, die Schutz brauchen, diesen auch erhalten sollten, so Kickl. Derzeit würden aber, "diejenigen, die sich durchsetzen", die am "lautesten" und "stärksten" seien, bessere Chancen auf Asyl in Europa haben. Die Politik müsse ihr Hauptaugenmerk auf die "wirklich Schutzbedürftigen" richten. Er forderte mehr "Schutz vor Ort" und "Perspektiven für Flüchtlinge" aussprach. Wie genau dies aussehen soll, ließ der Innenminister jedoch offen.

7-Punkte-Plan für "besseres Schutzsystem"

Noch am Vormittag will Kickl, gemeinsam mit seiner dänischen Amtskollegin Inger Stöjberg, einen 7-Punkte-Plan für ein "besseres Schutzsystem in einer globalisierten Welt" präsentieren.

Zuspruch für seine Rede erhielt Kickl auf dem Kurznachrichtendienst Twitter von Efgani Dönmez. Der ehemalige ÖVP-Mandatar, der wegen sexistischer Tweets aus dem türkisen Parlamentsklub geworfen wurde, sitzt derzeit als "wilder" Abgeordneter im Nationalrat.

(red)

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