Urteil rechtskräftig

Kids zu laut – Wiener Single-Mama (27) verliert alles

Weil ihre Kinder zu laut getrampelt haben sollen, steht eine Zweifach-Mutter bald ohne Wohnung da. Die Hausverwaltung gewann nämlich vor Gericht.

Robert Cajic
Kids zu laut – Wiener Single-Mama (27) verliert alles
Slavica und ihre Kinder stehen vor dem Nichts.
Unsplash / Leserreporter

In einer 110-Quadratmeter-Genossenschaftswohnung in Wien-Floridsdorf lebt "Heute"-Leserin Slavica* (Name von der Redaktion geändert) seit 2019 mit ihren beiden Söhnen (4 und 6 Jahre), doch nun steht die 27-Jährige vor dem Zwangs-Auszug! Der Grund: Immer wieder soll es zu Lärmbelästigungen gekommen sein. Was das Fass zum Überlaufen brachte? "Lautes Getrampel" und "Gepumper" der Kids.

Mutter muss in 2 Wochen ausziehen und 5.300€ brennen

Laut der Klageschrift sollen die beiden Kinder rund um die Uhr durch Fußballspielen und unerträglicher Lärmentwicklung aufgefallen sein, "was negative gesundheitliche Auswirkungen auf die Mitbewohner wie Herzrasen und Magenschmerzen zur Folge habe". Die Wiener Mutter soll Nachbarn sogar bedroht haben, heißt es in dem Urteil des Bezirksgerichts Floridsdorf.

Eine Klagseinbringung im Oktober 2022 soll Slavica nicht zur Vernunft gebracht haben – in 14 Tagen muss sie deshalb ausziehen und Verfahrenskosten in Höhe von 5.327,90 Euro zahlen.

"Wieso können meine Söhne nicht normal aufwachsen?"

Kurios: Zwei der Beschwerdeführer waren ein Paar (75 und 78 Jahre), das seit etwa 30 Jahren nahe der Lärm-Wohnung lebt. Dass die 27-jährige Mama unbelehrbar gewesen sein soll, akzeptiert sie im "Heute"-Talk nicht: "Das Urteil ist eine absolute Frechheit, wie kann man so gegen zwei kleine Kinder vorgehen? Wieso können meine Söhne nicht normal aufwachsen und Kinder sein?"

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Laut der Wienerin sei es unrealistisch, dass "Kinder 24 Stunden wach sind und Lärm machen" – trotzdem ist die gerichtliche Aufkündigung des Wohnungsvertrages rechtswirksam. Nun steht Slavica vor dem Nichts: "Ich habe weder eine Möglichkeit, mir eine neue Wohnung zu besorgen, noch woanders mit meinen Kindern hinzugehen. Meine Söhne werden komplett aus ihrem Alltag gerissen. Sie werden die Schule und den Kindergarten wechseln müssen, die Freunde verlieren. Und das noch zu Weihnachten."

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