"Heute"-Umfrage 

"Kinder sollen Deutsch sprechen in der Pause"

Immer mehr Volksschüler verfügen über geringe Deutschkenntnisse. Die Zahl der außerordentlichen Schüler ist um rund 27 Prozent gestiegen.

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"Kinder sollen Deutsch sprechen in der Pause"
Manfred (50) findet die Entwicklungen "tragisch"
Heute

Wenn ein Schulkind dem Unterricht nicht folgen kann, wird es vom Schulleiter als außerordentlicher Schüler eingestuft. Die Anzahl außerordentlicher Volksschüler in Wien stieg im Schuljahr 2022/23 um 27 Prozent, wobei bereits Maßnahmen wie die Aufstockung von Sprachförderkräften im Kindergartenbereich ergriffen wurden. 

Laut Daten des Schulverwaltungsprogramms WiSion gab es im Schuljahr 2022/23 prozentuell gesehen die meisten Volksschulkinder mit Deutschproblemen in Margareten (33,9 Prozent). Es folgen Ottakring (27,5 Prozent) und Brigittenau (26,86 Prozent), wir berichteten

Ein ernstzunehmendes Problem? Und wie könnte man dem entgegenwirken? "Heute" hat sich bei den Wienern umgehört.

"Zu lange tatenlos zugesehen"

Nicht sonderlich verwundert über die Situation ist Bernhard. Zu lange sei gespart worden. "Es braucht dringend zusätzliche Lehrer und Lehrerinnen, die den Kindern schnellstmöglich die deutsche Sprache beibringen", meint der 70-Jährige. Auch Erika ist sich dem Ernst der Lage bewusst, sie berichtet: "Ich habe viele Lehrer und Lehrerinnen in meinem Bekanntenkreis, die alle am Rande der Verzweiflung sind, weil teilweise 12 Nationen in einer Klasse sitzen und man dem Förderbedarf nicht nachkommt". 

In Margareten gibt es prozentuell die meisten Volksschüler mit Deutschproblemen.
In Margareten gibt es prozentuell die meisten Volksschüler mit Deutschproblemen.
"Heute/iStock (Montage)

Deutsch als Pflicht in Pausen? 

Immer wieder wird diskutiert, ob die Schüler dazu verpflichtet werden sollten, in den Schulpausen Deutsch zu sprechen. "Das wird man schwierig durchsetzen können", meint der 50-jährige Manfred. Auf totale Ablehnung stoßt man mit diesem Vorschlag beim 70-jährigen Bernhard. Laut ihm sei dies rassistisch. Der 60-jährige Daniel fände die Idee nicht schlecht. Er betont: "In der Freizeit kann man eine Sprache wählen, die einem gefällt. Aber in die Schule geht man, um zu lernen und da sollte durchwegs Deutsch gesprochen werden". 

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    "Heute"-Montage, Material APA-Picturedesk

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    Auf den Punkt gebracht

    • Im Schuljahr 2022/23 stieg die Anzahl außerordentlicher Volksschüler in Wien um 27 Prozent, was auf geringe Deutschkenntnisse zurückzuführen ist
    • Vorschläge wie die Einführung von Sommerdeutschkursen und die Verpflichtung zum Sprechen von Deutsch in den Schulpausen werden diskutiert, aber es gibt geteilte Meinungen darüber, wie angemessen diese Maßnahmen sind
    • Bernhard betont die dringende Notwendigkeit zusätzlicher Lehrkräfte, um den Kindern Deutsch beizubringen, während Erika die Herausforderungen für Lehrer und Lehrerinnen hervorhebt, die mit einer Vielzahl von Schülern unterschiedlicher Nationalitäten in einer Klasse konfrontiert sind
    • Die höchsten Anteile an Volksschulkindern mit Deutschproblemen wurden in Margareten, Ottakring und Brigittenau festgestellt
    red
    Akt.