Politik

Kindergarten-Milliarden Wien fordert Viertel vom Kuchen

Satte 4,5 Milliarden Euro will Kanzler Nehammer bis 2030 zusätzlich in die Kinderbetreuung investieren. Ein "Heute"-Rundruf in den Bundesländern:
Newsdesk Heute
10.09.2023, 18:26
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Derzeit kosten Österreichs Kindergärten jährlich 3,5 Milliarden Euro. Im Auftrag des Kanzleramts hat das Wirtschaftsforschungsinstitut Eco Austria den zusätzlichen Finanzbedarf errechnet. Das sind eben jene 4,5 Milliarden Euro, die der Kanzler im ORF-Sommergespräch in Aussicht gestellt hat. Reicht das tatsächlich?

Betreuungsquoten

Die Quote bei den Zweijährigen liegt aktuell bei 59,4 Prozent, bei Unter-Zweijährigen bei 29,9 Prozent. Die Regierung will diese Zahlen auf 90 bzw. 50 Prozent anheben.

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Milliardenkosten

Alleine Wien bräuchte zur Erreichung der Vorgaben 24.000 neue Plätze. Die Mehrkosten beziffert das Büro von Stadtrat Wiederkehr mit mehr als einer Milliarde bis 2030. 

Investitionen

Die Steiermark rechnet mit 500 Millionen Euro mehr. Oberösterreich investiert 300 Millionen in die Kinderbetreuung – pro Jahr, wohlgemerkt. Selbst Vorarlberg erwartet für die nächsten Jahre Zusatzkosten von weit über 100 Millionen Euro.

Personalmangel

Die ohnehin angespannte Personalsituation in den Kindergärten würde sich weiter verschärfen. So rechnet etwa Salzburg mit 1.000 zusätzlich benötigten Vollzeitkräften.

Gesprächsbedarf

Viele Länder kritisieren, dass es seitens des Bundes keine näheren Informationen über die Pläne gebe. So habe es außer medialen Ankündigungen noch keine Gespräche oder gar konkrete Vorschläge gegeben.

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