Im Jahr 1999 entdeckten Forscher am Gipfel des 6.700 Meter hohen Llullaillaco-Vulkans in den argentinischen Anden drei außergewöhnlich gut erhaltene Kindermumien. Bei den sogenannten 'Kindern von Llullaillaco' handelt es sich um einen siebenjährigen Buben und zwei Mädchen.
Die Mumien sind heute im Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM) in Salta ausgestellt. Dort werden sie in speziellen Kryokapseln gezeigt, die das Klima der Anden simulieren und eine würdige Präsentation ermöglichen.
Neue Analysen der Grabbeigaben legen nahe, dass die Kinder Teil eines rituellen Opfers waren. Ziel solcher Rituale könnte es gewesen sein, das Inka-Reich politisch und gesellschaftlich zusammenzuhalten.
Das Museum bemüht sich um eine pietätvolle Atmosphäre, die einerseits an eine Gedenkstätte erinnert und andererseits wissenschaftliche Einblicke bietet. Im Ausstellungsraum herrscht gedämpftes Licht, um die Mumien bestmöglich zu schützen.