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Kindersitz-Test 2013: Tops und Flops

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:06

Der ÖAMTC und seine Partner haben im Rahmen des jährlichen Tests 16 Kindersitze genau unter die Lupe genommen. Die meisten Modelle schnitten gut ab, es gab zwei "Sehr Gut" und ein "Genügend".

Der ÖAMTC und seine Partner haben im Rahmen des jährlichen Tests 16 Kindersitze genau unter die Lupe genommen. Die meisten Modelle schnitten gut ab, es gab zwei "Sehr Gut" und ein "Genügend".

Im Vergleich zum Vorjahr schnitten die Kindersitze bei der diesjährigen Überprüfung besser ab. "An zwei Sitze wurde die Note "Sehr Gut" vergeben. Im Vorjahr hat das kein Modell geschafft", kommentiert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl das Ergebnis. "Weitere sieben Produkte wurden mit 'Gut' bewertet, insgesamt eine durchaus erfreuliche Bilanz."

Doch auch in einem guten Jahrgang gibt es Negativbeispiele. Sechs Kindersitze liegen mit "Befriedigend" im Mittelfeld, ein Modell kommt nicht über ein "Genügend" hinaus. Untersucht wurden die bewährten Kriterien Sicherheit, Bedienung & Ergonomie, Schadstoffgehalt sowie Reinigung & Verarbeitung

Die Tops und Flops beim Kindersitz-Test:

Kiddy Phoenixfix Pro 2 ("Sehr Gut")

Ein ausgewogenes Modell ohne größere Schwächen, das sich für Kinder bis vier Jahre eignet. "Der Sitz ist sehr leicht und überzeugt mit sehr geringen Belastungswerten bei Frontal- und Seitencrash. Auch in den anderen Testkriterien gibt es nichts auszusetzen", erklärt der ÖAMTC-Experte. Montiert wird der Kindersitz mit dem Fahrzeuggurt, eine zusätzliche Befestigung des Sitzes per ISOFIX ist in dafür freigegebenen Fahrzeugen ebenfalls möglich. Wer kann, sollte diese Möglichkeit nutzen - wird der Sitz ausschließlich mit dem Gurt befestigt, verschlechtern sich die Sicherheitswerte etwas.

Peg Perego Primo Viaggo SL & ISOFIX Base 0+1 ("Sehr Gut")

"Auch dieses Modell kann in punkto Sicherheit überzeugen", berichtet der ÖAMTC-Techniker. "Leichte Schwächen gibt es bei der Bedienung: Wird der Sitz nicht mittels ISOFIX befestigt, benötigt man einen sehr langen Fahrzeuggurt." Zusätzlich wurde im ÖAMTC-Test eine leicht erhöhte Schadstoffbelastung im Material festgestellt. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Bezug nur mit der Hand gewaschen werden darf.

Britax Max-Way ("Genügend")

"Zwar bietet das Modell bei einem Frontalaufprall guten Schutz, beim Seitenaufprall sind die Belastungswerte jedoch im durchschnittlichen Bereich", kritisiert Kerbl. Der Sitz ist zwar für Kinder bis 25 kg zugelassen, bietet aber größeren Kindern nicht ausreichend Platz. Der Einbau gestaltete sich im ÖAMTC-Test schwierig. "Zusatzgurte werden benötigt, dadurch wird das Einbauen kompliziert und fehleranfällig. Außerdem ist das Einsteigen und Angurten des Kindes schwieriger, als bei allen anderen Sitzen im Test", konstatiert der ÖAMTC-Experte.

Richtige Verwendung genauso wichtig

Die generelle Bilanz des diesjährigen Kindersitztests ist durchaus positiv. "Es erfüllt allerdings nur ein Kindersitz, der wirklich auf jeder Fahrt verwendet wird, seinen Zweck", stellt Kerbl klar. Welcher Sitz der richtige ist, kann man bei der kostenlosen Kindersitzberatung an allen ÖAMTC-Stützpunkten in ganz Österreich in Erfahrung bringen.

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