Kirchen-Cluster treibt Corona-Inzidenz auf 1.140 Fälle

Ausreise-Kontrollen in Mayrhofen: Orte können nun komplett abgeriegelt werden.
Ausreise-Kontrollen in Mayrhofen: Orte können nun komplett abgeriegelt werden.EXPA / APA / picturedesk.com
Infiziert verteilte ein Pfarrer Hostien, nun stieg die Inzidenz auf 1.140. Dem ganzen Bezirk drohen deswegen Ausreisetests.

Seit wenigen Tagen gibt es einen neuen Erlass des Gesundheitsministers: Steigt die Inzidenz in einem Bezirk über 400, sollen härtere Maßnahmen – etwa Ausreisetests – ergriffen werden. Erst wenn der Wert wieder unter 200 fällt, soll gelockert werden können.

Waidhofen an der Thaya (Niederösterreich) liegt aktuell bei 382, also bereits gefährlich nahe am Schwellenwert. Einen traurigen Rekord hält dabei die Gemeinde Thaya. Eine Inzidenz von 1.142 ist doch außergewöhnlich hoch. Bereits am Samstag wurde bekannt, wie es dazu kam.

Infizierter Pfarrer

Das Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) bestätigte nun einen Bericht der "Kronen Zeitung", wonach ein infizierter Pfarrer Ausgangspunkt zahlreicher Fälle war. Dieser verteilte im Rahmen eines Gottesdienstes Hostien und zeichnete Gläubigen Aschekreuze auf.

Mindestens sechs Personen steckten sich so an, insgesamt gibt es im Ort 30 Fälle bei nur 1.400 Einwohnern. "In anderen Bereichen des Landes gibt es Öffnungen, bei uns ist das Gegenteil der Fall", erzählt Ortschef Eduard Köck (ÖVP) der APA.

Um die Fälle rasch zurückzuverfolgen und eingrenzen zu können wird es ab nächster Woche eine eigene Teststation in Thaya geben. Diese soll so oft wie möglich frequentiert werden. Elter werden dazu aufgerufen, nach Möglichkeit ihre Kinder nicht mehr in den Kindergarten zu schicken.

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