Kiribati bereitet sich auf den Untergang vor

Die Regierung des Pazifikstaates Kiribati will notfalls mit einem drastischen Notplan auf die drohenden Gefahren des Klimawandels reagieren. Geht es nach Regierungschef Anote Tong wird bei einem weiter steigenden Meeresspiegel die Umsiedlung der gesamten Bevölkerung nach Fidschi erwogen.

Sein Kabinett habe bereits dem Vorhaben zugestimmt, ein größeres Stück Land auf der Fidschi-Hauptinsel Viti Levu zu kaufen, wie Tong mitteilte. Dabei soll es sich um ausreichend fruchtbares Land handeln, um die 103.000 Einwohner zählende Bevölkerung des aus einigen Dutzend Atollen bestehenden Kiribati versorgen zu können.

Er hoffe zwar, dass ein Umzug nie nötig sein werde, dennoch wolle Tong den geplanten Kauf des 23 Quadratkilometer umfassenden Grundstücks noch im April vom Parlament absegnen lassen. Auch eine Stellungnahme aus Fidschi wurde laut Medienberichten für nächste Woche angekündigt.

Laut BBC wolle Fidschi auch andere Nationen einbinden und etwa Australien und Neuseeland als mögliche Aufnahmeländer vorschlagen. Tong betonte in diesem Zusammenhang, dass die Welt erkennen müsse, dass der Klimawandel existiert und dieser für Länder wie Kiribati bereits eine existentielle Gefahr darstelle.

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