Kitzbühel-Killer soll nach Fünffachmord in U-Haft

Aus Eifersucht soll der 25-Jährige seine Ex-Freundin, ihren Neuen und ihre Familie getötet haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.
Nach der unbeschreiblichen Blutbad in Kitzbühel Sonntagfrüh, hat der 25-jährige Tatverdächtige bereits bei seiner ersten Einvernahme ein umfassendes Geständnis abgelegt. Das teilt Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes Tirol, mit.

Der Verdächtige hatte selbst eine Polizeiinspektion aufgesucht und dabei eine Pistole auf den Tisch gelegt: "Ich habe fünf Menschen getötet", habe er zum diensthabenden Polizisten gesagt.

Obduktion der Opfer

Auch diese Pistole konnte mittlerweile eindeutig als Tatwaffe identifiziert werden. Wie der 25-jährige Andreas E. an die Pistole gekommen war, ist laut ORF weiterhin unklar. Sie soll seinem Bruder gehören, normalerweise aber in einem Tresor versperrt sein.

Die Obduktion der Leichen ist für Montag angesetzt. Der Mordverdächtige wurde in der Zwischenzeit nach Innsbruck überstellt. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Untersuchungshaft beantragt. Pupp geht laut ORF davon aus, dass diese auch verhängt wird. Die U-Haft sei bei Mordverdacht obligatorisch.

Bürgermeister: "Unfassbare Tragödie"

Der Bürgermeister des Nobel-Ortes, Klaus Winkler, spricht nach dem Blutbad von einer "überraschenden und unfassbaren Tragödie". In Kitzbühel hätte es eine "derartige Gräueltat" noch nie gegeben. "Die ganze Stadt ist in Trauer, wir haben eine hochangesehene Familie verloren", wird Winkler im ORF-Bericht weiter zitiert.

Auch ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter äußerte sich – via Facebook – zum Fünffachmord in seinem Bundesland: "Eine schreckliche Tragödie hat sich heute Nacht in Kitzbühel ereignet. Es sind Nachrichten, die einen sprach- und fassungslos zurücklassen". Seine Gedanken seien "in diesen schweren Stunden" bei bei den Angehörigen und Freunden der Opfer.

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