Klage gegen Wonder Woman in Tunesien

Die Comicadaption wird als Retter des DC-Filmuniversums gefeiert. In Tunesien kommt sie aber womöglich gar nicht ins Kino.

Knapp 129 Millionen Dollar spielte "Wonder Woman" laut "Box Office Mojo" am Startwochenende in den USA ein, 125 Millionen kamen an den internationalen Kinokassen hinzu. Aus Tunesien dürfen sich DC und die Produktionsfirma Warner Bros. vorerst allerdings keine Ticket-Profite erhoffen. Wie "Variety" berichtet, sorgt eine Klage gegen "Wonder Woman" dafür, dass der Film derzeit nicht in tunesischen Kinos gezeigt werden darf.

Am 5. Juni leiteten die Partei Al-Chaab sowie die örtliche Vereinigung junger Anwälte rechtliche Schritte gegen das Comic Movie ein. Stein des Anstoßes ist die israelische Hauptdarstellerin Gal Gadot, die von der Anwalts-Vereinigung als "Zionisten-Champion" bezeichnet wurde. Die Aktrice soll Israels Militäraktionen im Gaza-Konflikt aus dem Jahr 2014 gelobt haben. Die Klage wird derzeit geprüft; der Kinostart ist auf unbestimmte Zeit verschoben und könnte gänzlich ausgesetzt werden.

"Nein! Nicht in Algerien"

Tunesien ist nicht das erste Land, in dem "Wonder Woman" auf beträchtliche Probleme stößt. Im Libanon landete die DC-Verfilmung am 31. Mai auf der Verbotsliste. In Algerien wurde sie aus dem Programm eines Festivals gestrichen, nachdem eine Petition mit Namen "Nein! Nicht in Algerien" zum Boykott des Streifens aufgerufen hatte.

"Wonder Woman" handelt von der Amazonenkriegerin Diana von Themyscira, die im ersten Weltkrieg gegen das Böse kämpft. Der Film startet am 15. Juni 2017 in den österreichischen Kinos. (lfd)

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