Zeit mit sich selbst zu verbringen, kann das Schönste der Welt sein. Einfach das zu tun, was man will, ohne Rücksicht und Absprachen, nach Lust und Laune die freien Stunden mit viel oder wenig füllen. Nichts erklären, nur genießen, aktiv, faul –oder beides. Gerade für berufstätige Mütter ist das ein seltener Luxus, der dann besonders ausgekostet werden will. Ohne schlechtes Gewissen, das sich ohnehin nie ganz abschalten lässt. Dann merkt man wieder, wie wohltuend es sein kann, auch mal nur sich zu gehören.
Anders ist die Situation, wenn man unfreiwillig Solo-Zeit verbringen muss. Als Single, der lieber gemeinsam durchs Leben gehen würde. Oder nach einer Trennung. Plötzlich alleine im zu groß gewordenen Bett zu liegen, fühlt sich erst fremd an, manchmal auch überwältigend leer. Bis man beginnt, den Raum zu erobern. Das Gefühl der Freiheit macht sich allmählich breit. Es beginnt leise, doch es bahnt sich seinen Weg: In alter Jogginghose und Oma-Unterwäsche, mit Nudeln direkt aus dem Topf gegessen, Serien-Marathons, langen Telefonaten mitten in der Nacht, lustigen Abenden mit alten und neuen Freunden, spontanen Entscheidungen und Neuem, das unbedingt ausprobiert werden will.
Ich schreibe wöchentlich über das Thema Liebesleben. Was beschäftigt dich gerade? Maile mir gerne an [email protected].