Mit seinen lockeren Sprüchen bringt "Satansbratan" seine Community normalerweise zum Lachen – doch diesmal wird der Wiener ernst. In einem neuen Instagram-Video reagiert er auf einen Clip, in dem sich eine Frau über einen Mann lustig macht, weil dieser Tattoos bei Frauen nicht attraktiv findet. Als Konter unterstellt sie ihm mit lautem Lachen, einen kleinen Penis zu haben. Für Satansbratan geht das eindeutig zu weit.
"Ich will nicht Moralapostel spielen", stellt er klar, bevor er fragt: "Er kann sich eine Frau suchen, ohne Tattoos. Aber Männer, die einen kleinen Schniedel haben, glaubst du, die können sich das aussuchen, oder dass die glücklich damit sind? Glaubst du, die sind nicht unsicher?" Für ihn zeigt das ein Problem, über das viel zu selten gesprochen werde: Männer hätten genauso mit Selbstzweifeln, Komplexen und Selbstwertgefühlen zu kämpfen wie Frauen und werden ebenfalls ständig für ihre Körper kritisiert. Ein Aufschrei würde aber nicht gleichwertig ernst genommen werden.
Satansbratan kritisiert vor allem, dass Unsicherheiten von Frauen seiner Ansicht nach deutlich sensibler behandelt werden als jene von Männern.
"Kaum ist eine Frau ein bisschen korpulenter und man schreibt: 'Hey, vielleicht solltest du abnehmen, aufgrund deiner Gesundheit', ist es Bodyshaming und dann ist man frauenfeindlich", sagt der ehemalige "Promi Big Brother"-Teilnehmer und ergänzt, dass Witze über kleine Penisse dagegen oft als harmloser Humor abgetan würden und im Alltag viel gängiger wären.
Der Influencer spricht von einer Doppelmoral, weil Unsicherheiten von Männern seiner Meinung nach oft einfach nur belächelt würden. Dabei spricht er auch aus eigener Erfahrung.
"Du wirst als Mann immer reduziert, ich werde fett genannt", erklärt der Wiener, obwohl er seine Community auf Instagram regelmäßig an seinem intensiven Training teilhaben lässt und nach eigenen Worten "jeden Tag zweimal – in der Früh und am Abend" Sport macht.
Besonders deutlich wird er zum Schluss: "Hörts auf mit der Scheiße. Es reicht hier im Internet, Männer werden so runtergemacht von Frauen, bis aufs Tiefste."
Sein Appell richtet sich aber an beide Seiten: "Denkts ein bisschen nach, wir Männer haben auch Gefühle – jetzt mal ganz ehrlich. Was ich von Frauen in Kommentaren lese ... auch von Männern, Männer sind auch eklig – es sollten sich beide ein bisschen mehr benehmen! Passt ein bisschen auf im Internet. Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu!"
In den Kommentaren bekommt er für seine Worte viel Jubel. Auffällig viele Frauen loben ihn für seine Worte und geben ihm recht. "Das stimmt allerdings. Machen auf feministisch und machen Männer genau gleich runter" und "Sehr gut gesagt", liest man etwa. "Sind keine Frauen und Männer, sondern Mädchen und Jungs", sieht hier ein User auch ein Problem bezüglich der Reife dieser Personen.