Das Klimavolksbegehren und der Dachverband für Erneuerbare Energie machen gemeinsame Sache: Im Amalienbad zeigen sie, wie es aussieht, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
Eine 25-jährige Frau und ein 72-jähriger Mann, die sich vollständig bekleidet ins Schwimmbad stellen. Da fragt man sich schon, was soll das werden?
"Das Wasser steht uns bis zum Hals", wollten sie - in Begleitung von acht weiteren Personen - damit illustrieren. Im großen Schwimmbecken des Wiener Amalienbades machten das Klimavolksbegehren und der Dachverband für Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) gemeinsame Sache.
Die beiden Organisationen wollen mit der ungewöhnlichen Aktion darauf aufmerksam machen, dass es an der Zeit ist, schnell zu handeln.
Das gemeinsame Ziel: Der Ausstieg aus den Klimakillern fossile Brennstoffe und eine nachhaltige Energiewende. Um diese Energiewende, die bereits im Gange ist, zu ermöglichen, soll die Politik mit notwendigen Gesetze und Initiativen nachhelfen.
"Wenn wir es nicht bald schaffen, die fossile Vergangenheit hinter uns zu lassen und den Ausbau von sauberer Energie zu fördern, dann wird uns das Wasser nicht mehr nur bis zum Hals stehen. Dann wird die Klimakrise zur Klimakatastrophe", sagt Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens.
Das Volksbegehren fordert einen Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas bis 2040 - etwas, das im Wahlkampf auch von den Parteien gefordert wurde. "Alle, die das Klimavolksbegehren unterschreiben, bringen unsere Anliegen an den Verhandlungstisch der Politik", so Rogenhofer.
Auch Peter Püspök, Präsident des EEÖ, ist dieser Meinung: "Die drohende Klimakatastrophe rechtzeitig abzuwehren ist die dringendste Aufgabe der Menschheit. Österreich als eines der reichsten Länder der Erde hat die Pflicht, beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen. Beim Klimavolksbegehren geht es darum, der viel zu zögerlichen Politik eine deutliche Aufforderung für rasches Handeln zu geben. Als Erneuerbare Energien wollen wir einen schnell wirksamen Beitrag leisten, um das Schlimmste zu verhindern."