Während einige Klima-Aktivisten der "Letzten Generation" noch am Donnerstag am ausgetrockneten Zicksee "baden" gingen und einen entspannten Tag genossen, haben sich einige wohl bereits auf ihrer nächste Klebe-Aktion vorbereitet. Getroffen hat es mit Vöcklabruck (Oberösterreich) diesmal eine Stadt, in der es bisher noch keine Aktionen gab.
Aus Protest: Klima-Kleber gehen im Zicksee "baden" >>
Sie klebten sich auf der B1 zwischen Attnang-Puchheim und Vöcklabruck fest, "um gegen die verantwortungslose Klimapolitik der Bundesregierung zu protestieren", so Pressesprecher Florian Wagner. In "tiefer Betroffenheit über die fortschreitende Unbewohnbarkeit der Erde" wollten sie sich, so Wagner, nicht länger gefallen lassen, dass Kanzler Nehammer einfachste Schutzmaßnahmen wie Tempo 100 auf Autobahnen verweigere, während die Wissenschaften immer lauter vor drohenden Katastrophen warnten.
Florian Pennetzdorfer (38, Data Analyst und Vater) begründet seinen Protest: "Ich sitze hier, weil ich nicht länger tatenlos zusehen kann, wie die Klimakrise eskaliert und die Regierung nicht mal die einfachsten Maßnahmen umsetzt. Wir steuern auf eine Katastrophe zu. Soll ich meinen Kindern einmal erklären müssen, dass ich nichts unternommen habe?"
Auch Vertreter von Interessengruppen wie die Universitätenkonferenz, Unabhängige Gewerkschafter:innen und Ärztekammer Wien solidarisieren sich mit den Anliegen der Klimabewegung: "Angesichts der Dramatik des Klimawandels und der verheerenden Auswirkungen, die uns allen drohen, braucht es ein radikales und sofortiges Umdenken“, so uniko-Präsidentin Sabine Seidler: „Die Faktenlage ist erdrückend. Konkrete Vorschläge und Lösungsansätze liegen am Tisch. Es müssen nun endlich Taten folgen."