Fussball

Klopp gegen Pep? Diese sechs Klubs sollen Alaba jagen

Der FC Bayern hat die Verhandlungen mit David Alaba abgebrochen. Die Jagd ist eröffnet, die Gerüchteküche brodelt. Ein Überblick.
Sebastian Klein
05.11.2020, 11:09

Die Verhandlungen zogen sich über viele Wochen. Ab Wochenende folgte der überraschende Knalleffekt: Der FC Bayern zog sein Vertragsangebot an David Alaba zurück, es werde kein neues geben. Der Vertrag des ÖFB-Stars läuft im kommenden Sommer aus. Damit stehen plötzlich alle Zeichen auf Abschied.

Diese Nachricht sorgt international für Aufsehen. Die Gerüchteküche brodelt wie schon im vergangenen Sommer. Die englische "Sun" berichtet, dass nun mindestens sechs Klubs Interesse an einer ablösefreien Verpflichtung 2021 hätten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Im Bericht werden folgende Klubs genannt: Paris Saint-Germain, FC Liverpool, Manchester City, Juventus Turin, Real Madrid, FC Barcelona. Ob es zum Duell zwischen Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und Manchester-City-Coach Pep Guardiola komme? Eher nicht. Alaba bevorzuge einen Wechsel zu Real oder Barca. 

Schon im abgelaufenen Transferfenster wurde Alaba mit jedem dieser Klubs zumindest lose in Verbindung gebracht. Zu diesem Zeitpunkt hätte der FC Bayern noch rund 60 Millionen Euro Ablöse gefordert. Speziell für die spanischen Klubs war das zu teuer. Sie plagen nicht zuletzt wegen der Pandemie große Geldsorgen. Speziell aus Barcelona ist dieser Tage zu vernehmen, dass die finanzielle Lage sehr angespannt sei. Der Klub befindet sich zudem im Umbruch. Bedarf am linksfüßigen und variablen Abwehrchef besteht allemal.

Klopp gegen Pep

Für Liverpool spricht die Zugkraft von Klopp, der zuletzt auch Thiago Alcantara von den Bayern loseisen konnte. Die Reds sind englischer Tabellenführer, Titelverteidiger und gewannen 2019 die Champions League – eine reizvolle Aufgabe. Spannend: Mit Virgil van Dijk verletzte sich kurz nach dem Saisonstart der Abwehrchef schwer. Der Kreuzbandriss wird den Niederländer für den Rest der Saison außer Gefecht setzen. Es bestünde also schon im Jänner-Transferfenster bedarf, der FC Bayern könnte eine Ablösesumme einstreifen und sich die Unruhe im Klub ersparen, Alaba hätte Planungssicherheit und wohl einen Stammplatz vor der bevorstehenden EURO im kommenden Sommer. Es dürfte sich nicht um die bevorzugte Option für den Wiener handeln. Verlockend klingt ein Engagement in Liverpool aber allemal.

Manchester City hat mit Pep Guardiola womöglich ein Ass im Ärmel. Alaba kennt den Ex-Bayern-Coach gut. Der Katalane gilt als Bewunderer, hat seit geraumer Zeit Probleme mit seiner Abwehr. Allerdings steht derzeit auch hinter seiner Zukunft in Manchester ein kleines Fragezeichen. Die Leistungen schwanken.

Freie Wahl

Ab Jänner darf Alaba mit anderen Vereinen über einen Vorvertrag verhandeln. Die Fronten in München sind derzeit verhärtet. Möglich, dass es in den kommenden Wochen und Monaten zwischen dem Klub und seinem Publikumsliebling doch noch zu einer Annäherung kommen könnte. Nach den jüngsten Ereignissen ist ein Transfer aber wahrscheinlicher denn je. Alaba könnte mit 28 Jahren ein neues Abenteuer wagen.