Andreas Heraf und Goran Djuricin müssen sich um einen neun Job umsehen. Das Trainer-Duo versuchte, den deutschen Drittligisten Türkgücü München vor dem Verderben zu retten - doch die Mission scheiterte. Nicht (nur) sportlich, sondern vor allem am grünen Tisch.
Zunächst wurden dem finanziell maroden Klub elf Punkte abgezogen, der Verein meldete Insolvenz an. Am Donnerstag dann das endgültige Aus. Der Verein teilte mit, nicht mehr in der Lage zu sein, den "laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und damit die Durchführung des Spielbetriebs bis Saisonende wirtschaftlich aufrechtzuerhalten". Jedes Heimmatch hätte Kosten in der Höhe von 40.000 Euro verursacht.
Sprich: Der Verein steigt mitten in der Saison aus. Alle bisher absolvierten Partien von Türkgücü in der 3. Liga werden aus der Wertung genommen. Türkgücü München steht als Absteiger fest.
Ob und in welcher Liga die Münchner in der Saison 2022/23 den Neustart wagen, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Türkgücü ist der erste von Migranten gegründete Klub im deutschen Profifußball, marschierte jahrelang von Aufstieg zu Aufstieg. Ziel war die zweite Liga.