Knalleffekt im ORF – Ausgangssperren auch für Geimpfte

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein im Lockdown-Interview in der ORF-"ZiB 2".
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein im Lockdown-Interview in der ORF-"ZiB 2".Screenshot ORF
Die Coronazahlen machen einen Lockdown für Ungeimpfte notwendig. Doch Wolfgang Mückstein zündet im ORF auch noch eine Lockdown-Bombe für Geimpfte!

Seit Tagen verzeichnet Österreich täglich fünfstellige Corona-Neuinfektionszahlen, gleichzeitig gehen die Zahlen der Patienten auf den Normal- und Intensivstationen der Spitäler steil nach oben und die Todeszahlen nehmen immer weiter zu. Die Regierung hat nun reagiert: Ab Montag gilt ein scharfer Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte und eine strikte 2G-Pflicht im Alltag. Die Schritte verteidigte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein am Sonntag in der "ZiB 2".

Wie konnte es soweit kommen? "Ich komme gerade aus dem Hauptausschuss des Nationalrats, ich halte es für angemessen, dass ich begründe, warum das notwendig ist", so Mückstein. Gründe seien die steigende Zahlen auf den Intensivstationen und in den Krankenhäusern generell und die hohen Inzidenzen bei Ungeimpften. "Ungeimpfte sind die Infektionstrreiber der vierten Welle", so Mückstein. 

"Es wird auch für Geimpfte nächtliche Ausgangsbeschränkungen geben"

Mückstein halte es "für alternativlos, dass wir diese Maßnahmen gesetzt haben". Doch warum kommen sie nicht früher?m "Wir haben Anfang September einen sehr klaren Stufenplan vorgelegt, der sich an der Auslastung der Intensivstationen bewegt", so Mückstein, daran habe man sich konsequent gehalten. Warum man nicht auf die warnenden Worte der Experten gehört habe, umschiffte der Minister mehrmals. Er sah aber erste Erfolge der 2G-regeln durch steigende Impfungen.

Dann zündet Mückstein die Corona-Bombe!

Dann ließ Mückstein aufhorchen: Es liege ein weiteres Maßnahmenpaket am Tisch, das bereits mit den Bundesländern besprochen wurde. Man wolle nun abwarten und am Mittwoch entscheiden, ob es dieses Paket brauchen werde. Darin enthalten: FFP2-Pflicht in Innenräumen, eine massive Ausweitung der PCR-Testpflicht, scharfe Veranstaltungsbeschränkungen und ... ein Lockdown samt nächtlichen Ausgangssperren für Geimpfte samt Zusperren der Nachtgastronomie!

"Es wird auch für geimpfte Menschen nächtliche Ausgangsbeschränkungen geben, das liegt am Tisch", heißt es. Am Mittwoch werde die Einführung der 2G-Regel evaluiert und davon abhängig der Notfallplan aktiviert. Obwohl die Maßnahmen auch geimpfte treffen werden, beharrte Mückstein darauf, dass Ungeimpfte die "Treiber der vierten Welle" seien: "Ich glaube, dass viele menschen, die nicht zur Impfung gegangen sind nun verstehen, warum es notwendig ist, dass wir jetzt Kontakte reduzieren."

Der Gesundheitsminister stellte zudem klar, dass es bei allen Polizeikontrollen auch eine Überprüfung des Grünen Passes geben werde, "wir werden aber auch an die Menschen appellieren, sich an die Regeln zu halten und ihnen zu verstehen geben, warum das wichtig ist". Man habe nur "Intensivstationen für alle", so Mückstein, deswegen müsse man mit allen Mitteln die medizinische Versorgung sichern. 

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