Knapp Hälfte der Österreicher würde sich impfen lassen

46 Prozent zeigen eine "sehr hohe" bis "hohe Bereitschaft" sich impfen zu lassen, sobald ein wirksamer Impfstoff auf dem Markt ist.
46 Prozent zeigen eine "sehr hohe" bis "hohe Bereitschaft" sich impfen zu lassen, sobald ein wirksamer Impfstoff auf dem Markt ist.Picturedesk
Mittlerweile kennt jeder Zweite jemanden, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Angst, selbst an Corona zu erkranken, steigt. 

Mit den immer größer werdenden Corona-Fallzahlen in Österreich steigt auch die Angst der Menschen, an Covid-19 zu erkranken. Mittlerweile kennen immer mehr Menschen jemanden, der an der Virusinfektion erkrankt war bzw. ist. Laut der Umfrage kennt inzwischen jeder zweite Österreicher einen Corona-Infizierten. Dies ergab eine repräsentative Umfrage, die unmittelbar vor Beginn des zweiten harten Lockdowns in Österreich, am 16. November, von TQS Research & Consulting durchgeführt wurde. Im April waren es hingegen nur 18 Prozent, im Oktober 29 Prozent.

Vier von zehn fürchten Ansteckung mit Corona

39 Prozent der Befragten schätzen mittlerweile das Risiko sich mit Corona anzustecken als "eher" bis "sehr hoch" ein. Im April, während des ersten Lockdowns, waren es nur 14 Prozent. Besonders besorgt zeigten sich Personen mit Angehörigen über 65 Jahren bzw. pflegebedürftigen Verwandten.

Der Geschäftsführer von TQS, Dieter Scharitzer, findet aber, dass Angst nichts Schlechtes sein muss. "Die Menschen spüren, dass es ernst wird. Und dann halten sie sich auch eher daran". Der Druck sei durch die täglich veröffentlichten und stets wachsenden Zahlen deutlich gestiegen. Das zeige sich auch daran, dass sich vier von zehn Personen für scharfe Kontrollen aussprechen.

Menschen haben Ernst der Lage verstanden

Laut Scharitzer zeigen alle drei Umfragen von TQS von April, Oktober und November: "Die Menschen haben es jetzt verstanden". Auch die Maßnahmen seien ihm zufolge  gut verstanden worden, wobei es allerdings eine starke Polarisierung zwischen jenen gebe, die gut damit umgehen können und anderen, die es nicht so gut verkraften. Während im April erst 42 Prozent emotional von der Coronakrise betroffen waren, sind es inzwischen 65 Prozent.

Auch stellte sich heraus, dass heuer im Vergleich zu 2019 doppelt so viele Österreicher unter einer Depression leiden. 22 Prozent  hatten einen Wert von elf oder mehr im "Patient Health Questionnaire", was auf eine Depression hindeute. Zugleich ergab die Umfrage, dass 60 Prozent eine gute psychische Widerstandsfähigkeit bzw. Resilienz besitzen. Das bedeutet, dass resiliente Personen, trotz übermäßigen Belastungen und Risiken, psychisch gesund bleiben bzw. sich leichter erholen.

Fast Häfte der Österreicher für Impfung bereit

Die Umfrageergebnisse in Bezug auf die Impfbereitschaft zeigen, dass die Meinungen hier auseinandergehen. Nur die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Pandemie mit einer Impfung erfolgreich bekämpft werden kann. 46 Prozent zeigen eine "sehr hohe" bis "hohe Bereitschaft", sich impfen zu lassen, sobald ein wirksamer Impfstoff auf dem Markt ist.

Derzeit im Gespräch sind Massentests. Massentestungen der Österreicher vor Weihnachten unterstützen jedoch nur sechs von zehn Österreichern. Zwar glauben zwei Drittel der Österreicher, dass 2021 wieder Normalität einkehren wird, ein Viertel erwartet dies aber erst 2022.

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