Kneissl will Lehrlinge weiter abschieben

Integrationsministerin Kneissl verteidigt die Abschiebung von Asylwerbern, die sich in der Lehre befinden. Eine prominent aufgestellte Initiative ist dagegen.
"Ausbildung statt Abschiebung" heißt eine breit aufgestellte Initiative, mit der Prominente wie Hermann Maier, Josef Hader, Willi Resetarits aber auch der Chef der Industriellenvereinigung Georg Kappsch gegen die Abschiebung von Asylwerbern ausspricht, die sich bereits in einer Lehre befinden.

Ministerin bleibt dabei

Die zuständige Ministerin für Integration, Karin Kneissl, bleibt auch angesichts dieser breiten Front hart. Sie verteidigt die Abschiebung während der Ausbildung am Dienstagabend in der "ZIB 2".

"Einzelschicksale"

"Warum lässt man jemanden in Österreich eine Lehre beginnen, wenn man ihn dann mittendrin abschiebt?", fragt Moderator Armin Wolf die Ministerin. Es handle sich nur um eine kleine Gruppe, von bis zu 900 Personen, sagte Kneissl. Da gehe es um Einzelschicksale einerseits und um die Durchsetzung des Rechtsstaates andererseits.

Lieber Anerkannte einstellen

Arbeitgebern riet sie, sich bei der Aufnahme von Lehrlingen an jene mit Bleiberecht bzw. positivem Asylbescheid zu halten.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Unter den anerkannten Flüchtlingen gäbe es rund 31.000 Arbeitslose, auch 8.500 Personen im Alter von 15 bis 25 Jahren, die eine Lehrstelle annehmen könnten.

"Um nicht falsche Hoffnungen entstehen zu lassen" und um die Kosten auf Seiten der Unternehmen für die Lehrstelle nicht zu verschwenden, sollten Arbeitgeber also besser anerkannte Arbeitslose einstellen.

Das gesamte Interview sehen sie oben!

(red)

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